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Samstag, 10. Oktober 2026

Und dann ging ich in den Raum und wusste nicht mehr warum

 


Canva


Und dann ging ich in den Raum und wusste nicht mehr warum.

Du gehst in die Küche und weißt plötzlich nicht mehr, was du dort wolltest. Du suchst nach einem Wort, das dir eigentlich ganz geläufig ist. Du liest eine Nachricht und musst sie noch einmal lesen, weil deine Gedanken schon wieder woanders sind.

Und irgendwann fragst du dich: Was ist denn los mit mir?

Vielleicht schläfst du schlechter als früher. Bist schneller erschöpft, reizbarer oder fühlst dich manchmal wie neben dir. Vielleicht kommen Kopfschmerzen dazu oder dein Körper reagiert plötzlich empfindlicher auf Belastungen, die du früher problemlos weggesteckt hast. Und zugenommen hast du auch noch!

Willkommen in den Wechseljahren? Nicht unbedingt. Aber es könnte damit zusammenhängen.


Was passiert eigentlich in unserem Gehirn?

Die Neurowissenschaftlerin Lisa Mosconi beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen der Wechseljahre auf das weibliche Gehirn. Ihre Forschung zeigt, dass sich in dieser Lebensphase nicht nur der Hormonhaushalt verändert. Auch der Energiestoffwechsel, die Struktur und die Vernetzung bestimmter Hirnregionen können sich verändern.

Östrogen spielt dabei eine wichtige Rolle. Es beeinflusst unter anderem Prozesse, die mit der Energieversorgung des Gehirns zusammenhängen.

Das könnte mit erklären, warum manche Frauen in den Wechseljahren plötzlich Schwierigkeiten mit Konzentration und Gedächtnis erleben oder sich geistig nicht mehr so leistungsfähig fühlen wie gewohnt.

Das bedeutet nicht, dass jede vergessene Einkaufsliste ein Hormonproblem ist. Und es bedeutet auch nicht, dass wir diese Beschwerden einfach hinnehmen müssen.

Es bedeutet vor allem: Wir sollten genauer hinschauen.


Denn es ist selten nur eine Sache

Stell dir vor, du schläfst seit Wochen schlecht. Tagsüber bist du müde, deine Kopfschmerzen nehmen zu und schon kleine Herausforderungen fühlen sich anstrengend an.

Was hilft dir jetzt am meisten? Noch mehr Disziplin? Dich zusammenreißen? Einfach weitermachen?

Wahrscheinlich nicht.

Denn unser Wohlbefinden hängt von vielen Dingen ab, die sich gegenseitig beeinflussen. Hormone, Schlaf, Stress, Schmerzempfinden, Sinnesverarbeitung und Bewegung spielen zusammen.

Schlechter Schlaf kann die Konzentration beeinträchtigen. Anspannung kann es schwerer machen, zur Ruhe zu kommen. Schmerzen beanspruchen Aufmerksamkeit. Und wenn du ohnehin erschöpft bist, kann selbst Bewegung, die dir eigentlich guttun soll, schnell zu viel werden.

Deshalb greift es oft zu kurz, nur an einer einzigen Stellschraube zu drehen.


Was kann ein neurozentrierter Ansatz beitragen?

Entscheidend ist, die verschiedenen Bereiche zusammenzudenken und herauszufinden, was individuell sinnvoll ist.

Der neurozentrierte Ansatz ersetzt dabei weder eine medizinische Abklärung noch eine gegebenenfalls notwendige Behandlung. Er kann aber helfen, den eigenen Körper besser zu verstehen und neue Möglichkeiten im Alltag zu entdecken.


Du musst nicht einfach funktionieren

Die Wechseljahre können sich wie eine Zeit anfühlen, in der der eigene Körper plötzlich andere Regeln aufstellt. Was gestern noch ging, ist heute anstrengend. Und manchmal fehlt einem schlicht die Erklärung dafür.

Du musst nicht jede Veränderung sofort verstehen. Aber du darfst sie ernst nehmen. Du darfst nach Antworten suchen und neue Wege ausprobieren, statt dir ständig vorzuwerfen, nicht mehr so belastbar zu sein wie früher.

Es geht nicht darum, noch mehr aus dir herauszuholen. Es geht darum, besser zu verstehen, was du gerade brauchst.

Genau deshalb wird es im nächsten Kurshalbjahr einen kompakten, erweiterten Kurs zu den Wechseljahren mit neurozentriertem Ansatz in meinem Programm geben.

Wir werden verschiedene Bereiche betrachten – von Wahrnehmung und Bewegung über Regulation bis hin zu Schlaf und Regeneration sowie Gewichtsmanagement. Mit verständlichen Erklärungen und praktischen Möglichkeiten, die sich im Alltag ausprobieren lassen.

Denn manchmal hilft es schon, zu verstehen, warum sich etwas verändert. Und manchmal beginnt genau dort ein neuer Umgang mit sich selbst.

Und falls du das nächste Mal in einen Raum gehst und nicht mehr weißt, warum du eigentlich dort bist: Sei ein bisschen freundlicher zu dir. Du bist schließlich mehr als dieser eine vergessene Gedanke.

Du möchtest erfahren, wann und wo die Kurse stattfinden werden?

Dann komme in meinen kostenlosen WhatsApp-Kanal neuro.entspannt. 

Dort wirst du als Erste informiert! Gerne weitersagen...

Zum Kanal hier klicken!


Freitag, 14. August 2026

Chronische Schmerzen: Gesundes Gewicht ohne zusätzlichen Stress

 



Wenn Abnehmen zur zusätzlichen Belastung wird:

Viele Menschen mit chronischen Schmerzen wünschen sich ein gesundes Gewicht. Vielleicht, weil sie ihre Gelenke entlasten möchten, sich mehr Beweglichkeit erhoffen oder einfach wieder wohler in ihrem Körper fühlen möchten.

Doch häufig wird dieser Wunsch von Frust begleitet.

Schmerzen schränken die Bewegung ein, Medikamente können den Appetit oder den Stoffwechsel beeinflussen, der Schlaf ist unruhig und die Energie reicht oft kaum für den Alltag. Trotzdem hört man immer wieder den gleichen Rat: "Du musst einfach weniger essen und dich mehr bewegen."

So einfach ist es jedoch selten.


Wichtiger Einschub:

Die Atmung spielt eine wichtige Rolle hinsichtlich Schmerzen und Gewicht. Hole dir mein kostenloses E-Book "Die Kraft der Atmung" mit praktischen Übungen und Re-Test-Anleitung.

Download hier!


Chronische Schmerzen verändern den Alltag

Wer dauerhaft Schmerzen hat, verbraucht viel Energie – körperlich und mental.

Das Nervensystem ist häufig stärker gefordert. Gleichzeitig fällt Bewegung schwerer, Erholung gelingt nicht immer und der Alltag kostet oft mehr Kraft als früher.

Hinzu kommt: Manche Medikamente können Einfluss auf Appetit, Wasserhaushalt oder Gewicht nehmen.

Deshalb ist es wenig hilfreich, den eigenen Körper ständig mit anderen zu vergleichen.


Stress kann Veränderungen erschweren

Viele klassische Diäten arbeiten mit Verzicht, strengen Regeln und ständigem Kontrollieren.

Für Menschen mit chronischen Schmerzen bedeutet das häufig zusätzlichen Stress.

Doch genau dieser Stress kann das Nervensystem weiter belasten. Wer ständig gegen den eigenen Körper arbeitet, verliert oft den Kontakt zu Hunger, Sättigung und den tatsächlichen Bedürfnissen.

Ein gesunder Lebensstil darf unterstützen – nicht zusätzlich unter Druck setzen.


Das Nervensystem spielt mit

Unser Gehirn verarbeitet nicht nur Schmerzsignale. Es steuert auch zahlreiche Prozesse, die Einfluss auf unseren Alltag haben – darunter Schlaf, Bewegung, Aufmerksamkeit, Motivation und Stressreaktionen.

Deshalb lohnt es sich, Gewicht nicht isoliert zu betrachten.

Oft ist es hilfreicher, den gesamten Menschen in den Blick zu nehmen:

  • Wie gut gelingt Erholung?

  • Wie fühlt sich Bewegung an?

  • Welche Rolle spielen Schmerzen im Alltag?

  • Wie reagiert das Nervensystem auf Belastung?

Diese Fragen eröffnen häufig neue Möglichkeiten.


Kleine Veränderungen können viel bewirken

Nachhaltige Veränderungen entstehen selten durch radikale Maßnahmen.

Oft sind es kleine Schritte, die langfristig einen Unterschied machen:

  • Bewegung, die sich sicher und machbar anfühlt.

  • Mehr Bewusstsein für Hunger- und Sättigungssignale.

  • Ein besseres Verständnis der eigenen Belastungsgrenzen.

  • Weniger Druck und mehr Zusammenarbeit mit dem eigenen Körper.


Du entscheidest, was dir guttut.


Workshop: Neurozentrierte Strategien für ein gesundes Gewicht trotz Erkrankung und Medikamente

Genau darum geht es in meinem Workshop „Neurozentrierte Strategien für ein gesundes Gewicht trotz Erkrankung und Medikamente“.

Wir betrachten, welche Rolle das Nervensystem bei chronischen Schmerzen, Medikamenten und dem Körpergewicht spielen kann. Du lernst alltagstaugliche neurozentrierte Strategien kennen, die dich dabei unterstützen können, deinen Körper besser zu verstehen und Veränderungen ohne zusätzlichen Stress anzugehen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um die nächste Diät oder starre Ernährungsregeln. Im Mittelpunkt stehen Selbstwahrnehmung, Regulation und individuelle Lösungen.

Den Workshop findest du im Kursheft.

Zum Kursheft hier klicken!


Fazit: Gesundheit ist mehr als eine Zahl auf der Waage

Ein gesundes Gewicht kann ein sinnvolles Ziel sein. Doch bei chronischen Schmerzen sollte der Weg dorthin den Körper nicht zusätzlich belasten.

Wer das Nervensystem, die Auswirkungen von Erkrankungen und den Einfluss von Medikamenten berücksichtigt, entwickelt häufig einen liebevolleren und gleichzeitig nachhaltigeren Umgang mit dem eigenen Körper.

Denn Gesundheit beginnt nicht mit Perfektion – sondern mit dem Verständnis für die eigenen Bedürfnisse.




Donnerstag, 13. August 2026

Chronische Schmerzen und Gewicht: Was du wissen solltest

 



Warum Gewicht bei chronischen Schmerzen oft ein komplexes Thema ist:

Wenn Menschen unter chronischen Schmerzen leiden, verändert sich häufig mehr als nur die Schmerzempfindung. Auch Bewegung, Schlaf, Stressverarbeitung, Energielevel und der Alltag können beeinflusst werden.

Viele Betroffene stellen fest, dass sich ihr Gewicht verändert hat, obwohl sie gefühlt gar nicht viel anders essen als früher. Gleichzeitig entsteht oft der Eindruck, man müsse einfach „mehr Disziplin“ haben.

Doch der menschliche Körper funktioniert nicht wie eine einfache Kalorienmaschine. Gewicht wird durch viele Faktoren beeinflusst – und gerade bei chronischen Beschwerden spielt auch das Nervensystem eine wichtige Rolle.


Das Nervensystem beeinflusst unseren Körper mehr, als viele denken

Unser Körper steht ständig in Verbindung mit dem Gehirn. Das Nervensystem steuert unter anderem Stressreaktionen, Erholung, Verdauung, Schlaf und Energieverfügbarkeit.

Bei anhaltenden Schmerzen kann der Körper dauerhaft in einem erhöhten Schutzmodus bleiben. Das kann verschiedene Auswirkungen haben:

  • weniger Bewegungsfreude durch Angst vor Verschlimmerung der Beschwerden

  • schlechtere Schlafqualität

  • veränderte Stressverarbeitung

  • weniger verfügbare Energie im Alltag

  • ein stärkeres Bedürfnis nach schnellen Energiequellen

Diese Faktoren können es schwieriger machen, das eigene Wohlfühlgewicht zu erreichen oder zu halten.


Schmerzen verändern häufig den Umgang mit Bewegung

Bewegung ist grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebens. Bei chronischen Schmerzen funktioniert der klassische Ansatz „einfach mehr machen“ jedoch nicht immer.

Wenn das Nervensystem Bewegung mit Gefahr oder Schmerz verbindet, kann zu viel oder falsch dosierte Belastung den Körper zusätzlich stressen.

Ein wichtiger Schritt kann deshalb sein, wieder Vertrauen in den eigenen Körper aufzubauen und Bewegung so zu gestalten, dass das Nervensystem positive Erfahrungen sammelt.


Auch Medikamente können eine Rolle spielen

Bei chronischen Beschwerden gehören Medikamente für viele Menschen zum Alltag. Manche Medikamente können Einfluss auf Gewicht, Stoffwechsel, Appetit oder Energiehaushalt haben.

Das bedeutet nicht, dass Medikamente grundsätzlich problematisch sind. Sie können wichtige Unterstützung bieten. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, weitere Strategien zu kennen, die den Körper ganzheitlich unterstützen.


Der Schlüssel liegt nicht in mehr Druck – sondern in besserer Regulation

Viele Menschen haben bereits zahlreiche Versuche hinter sich: verschiedene Ernährungsformen, mehr Bewegung, Verzicht oder strenge Regeln.

Doch gerade bei chronischen Beschwerden kann zusätzlicher Druck das Stresssystem weiter aktivieren.

Ein regulierteres Nervensystem kann dagegen helfen, wieder bessere Entscheidungen für den eigenen Körper zu treffen:

  • Hunger- und Sättigungssignale besser wahrzunehmen

  • den eigenen Körper wieder mehr zu spüren

  • Bewegung angemessen zu dosieren

  • Stressreaktionen besser zu regulieren

Dabei geht es nicht um Perfektion. Es geht darum, den Körper besser zu verstehen.


Neurozentrierte Strategien für ein gesundes Gewicht trotz Schmerzen und Medikamente

Genau hier setzt mein Workshop „Neurozentrierte Strategien für ein gesundes Gewicht trotz Schmerzen und Medikamente“ an.

Wir betrachten, welche Rolle das Nervensystem bei Gewicht, Schmerzen und Körperregulation spielen kann und wie du deinen Körper gezielt unterstützen kannst.

Dabei geht es nicht um die nächste Diät oder starre Regeln, sondern um praktische Strategien, die individuell angepasst werden können.

Denn jeder Körper reagiert anders – und genau deshalb ist es wichtig, die eigenen Signale wahrzunehmen.

Den Workshop findest du im Kursheft.


Dein Körper gibt dir Rückmeldung

Eine wichtige Grundlage meiner Arbeit lautet:

Du entscheidest, was dir guttut.

Das Nervensystem zeigt dir durch seine Reaktionen, welche Impulse hilfreich sind und welche vielleicht nicht passend sind.

Wer lernt, diese Signale wieder besser wahrzunehmen, schafft eine wichtige Basis für nachhaltige Veränderungen.


Fazit: Gewicht ist mehr als eine Zahl auf der Waage

Bei chronischen Schmerzen lohnt es sich, Gewicht nicht isoliert zu betrachten. Schlaf, Stress, Bewegung, Medikamente, Nervensystem und Körperwahrnehmung spielen zusammen.

Ein neuer Blickwinkel kann dabei helfen, aus dem Kreislauf von Druck und Frustration herauszukommen und den eigenen Körper besser zu verstehen.

Vielleicht beginnt Veränderung nicht mit noch mehr Kontrolle – sondern mit mehr Verbindung zum eigenen Körper.

Hier zum Kursheft klicken!





Sonntag, 17. Mai 2026

Warum klassische Ernährung nicht reicht – ein Kurs für dein Nervensystem und nachhaltiges Gewichtsmanagement

 



                                                                  Abbildung erstellt mit KI


Vielleicht hast du schon vieles ausprobiert.

Neue Ernährungsformen, striktere Pläne, mehr Disziplin, mehr Kontrolle.

Und trotzdem passiert es oft wieder:
Der Körper reagiert anders als der Kopf es sich vorgenommen hat.

Genau hier liegt der entscheidende Punkt:
Nicht das Wissen fehlt.
Sondern die Regulation.


Dieser Kurs setzt früher an: 

Neurozentrierte Strategien für ein gesundes Gewichtsmanagement


Nicht bei der Ernährung.
Nicht beim Verhalten.
Sondern dort, wo Verhalten überhaupt entsteht: im Nervensystem.

Denn dein Körper entscheidet nicht nach „richtig oder falsch“, sondern nach Zustand:
Sicherheit, Stress, Energie, Schlaf, Wahrnehmung – all das bestimmt, wie du isst, fühlst und handelst.


Der Ablauf im Kurs – Schritt für Schritt zurück in Regulation

Wir arbeiten uns durch die wichtigsten Systeme, die dein Verhalten täglich beeinflussen:

Atmung – dein direkter Einstieg in Ruhe

Du lernst, dein System zu beruhigen, statt es weiter hochzufahren.

Blutzucker – Stabilität für Energie und Hunger

Weniger Schwankungen bedeuten weniger unkontrollierte Impulse.

Vagusnerv – Sicherheit im Körper

Dein System bekommt die Botschaft: „Ich bin sicher.“

Schlaf – echte Regeneration für dein Gehirn

Damit nicht nur dein Körper, sondern auch deine Steuerung wieder funktioniert.

Insula – zurück ins Körpergefühl

Viele verlieren hier den Kontakt zu echten Körpersignalen.

Frontallappen – bewusste Steuerung statt Reaktion

Du lernst wieder, Impulse zu bremsen und klar zu entscheiden.

Alltagsintegration – hier entsteht Veränderung

Mit kleinen, realistischen 2-Minuten-Impulsen wird aus Wissen Verhalten.


Und dann passiert das Entscheidende

Wenn diese Schritte regelmäßig im Alltag wiederholt werden, entsteht etwas Neues:
eine stabile innere Körperwahrnehmung und echte Selbststeuerung.

Der Körper gerät weniger in alte Muster.
Reaktionen werden bewusster.
Und der typische Jojo-Effekt verliert seine Grundlage.


Kurz gesagt

Dieser Kurs ist kein Ernährungskurs.
Er ist ein Training für dein Nervensystem.

Denn nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch mehr Kontrolle –
sondern durch mehr Regulation.

Wenn du das für dich verändern willst

📍 Der nächste Kurs „Neurozentriertes Gewichtsmanagement“ findet in Kürze in Leer statt.

Wenn du merkst, dass du nicht noch einen Plan brauchst, sondern einen anderen Zugang zu deinem Körper, dann ist das der nächste Schritt.

👉 Alle Infos und Anmeldung findest du hier: Kursprogramm

Freitag, 6. Februar 2026

Warum der Körper bremst, obwohl du dich bemühst

                               
                                                                         (Bild: KI)


Maria steht morgens im Bad und betrachtet ihren Körper im Spiegel. Nicht wertend, eher müde. Sie weiß, dass sie sich bewegen sollte. Sie weiß es schon lange. Für den Rücken. Für die Knie. Für das Gewicht, das sich in den letzten Jahren still und beharrlich angesammelt hat.

Später am Tag rollt sie die Matte aus. Eine einfache Übung, heißt es. Aufrecht stehen, ein Bein lösen, die Mitte aktivieren. Maria atmet ein. Und wieder aus. Doch irgendetwas kippt. Nicht sichtbar, aber spürbar. Der Atem wird enger. Der Standfuß sucht Halt, als würde der Boden schwanken. Ein Ziehen zieht durch den unteren Rücken, altbekannt, warnend.

Sie hält noch ein paar Sekunden durch. Dann setzt sie den Fuß ab. Erleichterung. Und gleichzeitig dieses leise Scheitern, das nicht laut ist, sondern sich langsam ablegt. Vielleicht bin ich einfach nicht stabil genug. Vielleicht ist mein Körper dafür nicht gemacht.

Warum funktioniert es bei Maria nicht?

Nicht, weil sie zu wenig tut. Nicht, weil sie zu schwer ist. Und auch nicht, weil ihr Körper versagt. Sondern weil er schützt.

Ich arbeite mit einem Hausmodell. Und in diesem Modell beginnt alles im Erdgeschoss. Dort liegen Atmung und Gleichgewicht. Sie gehören zur Überlebensebene des Nervensystems. Hier wird entschieden, ob Sicherheit vorhanden ist, ob Orientierung möglich ist, ob Belastung zugelassen werden kann. Schmerzen, lange Diätgeschichten, der Druck, funktionieren zu müssen, hinterlassen hier Spuren. Der Körper bleibt wachsam. Vorsichtig. Bereit, zu bremsen.

Maria versucht, die erste Etage zu betreten: Stabilität, Haltung, Kontrolle. Doch unten ist es noch unruhig. Die Treppe bleibt gesperrt. Nicht aus Trotz, sondern aus Fürsorge. Stabilität lässt sich nicht erzwingen. Sie entsteht erst dann, wenn der Körper sich sicher genug fühlt, um loszulassen.

Erst wenn die Atmung sich beruhigen darf und Gleichgewicht nicht mehr erkämpft werden muss, verändert sich etwas. Bewegung fühlt sich dann weniger nach Pflicht an. Der Körper beginnt, sich selbst zu tragen. Und erst auf dieser Basis können sich auch Schmerzen verändern und Gewicht regulieren – nicht durch Druck, sondern durch Vertrauen.


                                
                                                                   (Abbildung: KI)


Genau hier setzen zwei meiner Kurse an: Das Atemtraining bei Schmerz und Alltagsbelastung unterstützt die Regulation auf der untersten Ebene. Der Kurs Stabilität und Gleichgewicht schafft Orientierung und Vertrauen im eigenen Stand. Beide beginnen im Erdgeschoss. Nicht, um zu korrigieren, sondern um Voraussetzungen zu schaffen.

Vielleicht ist Maria nicht nur eine Geschichte. Vielleicht erkennst du dich in ihr wieder. Dann liegt das Problem nicht bei dir. Vielleicht hast du nur versucht, in einem Haus zu leben, dessen Erdgeschoss noch Aufmerksamkeit braucht.

Wenn du dein Erdgeschoss aufräumen und über die Treppe gehen möchtest, findest du die Termine im Kurskalender.

Und wenn du dir zwischen den Kursen regelmäßige, ruhige Impulse wünschst – ohne Algorithmus, ohne Lautstärke –, dann lade ich dich in meinen WhatsApp-Kanal ein. Dort teile ich Gedanken, kleine Übungen und Perspektiven rund um Schmerz, Bewegung und Regulation, genau dort, wo Veränderung leise beginnt.
Auf Instagram findest du mich ebenfalls, eher als begleitenden Ort.



Samstag, 17. Januar 2026

Warum Disziplin allein nicht reicht – und was dein Gehirn wirklich braucht

 

Canva


Der Jahresanfang ist noch jung – und trotzdem haben viele ihre guten Vorsätze bereits wieder aufgegeben.
Mehr Bewegung, gesünder essen, besser schlafen, Gewicht regulieren, weniger Stress.

Oft folgt dann schnell der Gedanke:

„Mir fehlt einfach die Disziplin.“

Doch genau hier lohnt sich ein Perspektivwechsel – aus Sicht des Gehirns.


Willenskraft ist keine unendliche Ressource

Disziplin und Willenskraft werden häufig überschätzt. Neurobiologisch betrachtet sind sie begrenzt verfügbar.
Sie kosten Energie – und zwar viel.

Jede bewusste Entscheidung, jedes „Ich reiß mich jetzt zusammen“ greift auf dieselben Ressourcen zurück, die du auch für:

  • Konzentration

  • Emotionsregulation

  • Impulskontrolle

benötigst. Ist die Energie knapp, bricht zuerst die Disziplin weg – nicht der gute Wille.


Warum dein Gehirn Gewohnheiten liebt

Unser Gehirn ist ein Energiesparorgan. Es liebt:

  • Bekanntes

  • Wiederholtes

  • Vorhersagbares

Gewohnheiten laufen automatisiert ab und benötigen kaum Energie.


Neues Verhalten dagegen kostet:

  • Aufmerksamkeit

  • Planung

  • Kontrolle

  • Unsicherheits-Toleranz

Für das Gehirn ist Neues zunächst nicht sicher. Und Unsicherheit bedeutet: höherer Energieverbrauch.

Wenn Energie ohnehin schon Mangelware ist, wird Veränderung zur echten Herausforderung – egal, wie motiviert du bist.


Verhalten ändern gelingt leichter, wenn Energie verfügbar ist

Die entscheidende Frage lautet also nicht:

„Warum halte ich nicht durch?“

sondern:

„Wie gut ist mein Energiesystem gerade versorgt?“


Die wichtigsten Energiegeber deines Nervensystems


🔹 Atmung

Die Atmung beeinflusst unmittelbar:

  • Stresslevel

  • Sauerstoffversorgung

  • Aktivität des Vagusnervs

Eine dysregulierte Atmung bedeutet: weniger Energie, mehr Stress.


🔹 Blutzucker

Starke Schwankungen im Blutzucker wirken sich direkt auf:

  • Impulskontrolle

  • Entscheidungsfähigkeit

  • Essverhalten

Ein instabiler Blutzucker macht Disziplin extrem schwer.


🔹 Schlaf

Im Schlaf regeneriert das Gehirn.
Schlafmangel reduziert:

  • Willenskraft

  • Emotionsregulation

  • Aktivität des Frontallappens

Ohne Schlaf kein stabiles Verhalten.


Der Frontallappen – dein innerer „Chef“

Der Frontallappen ist zuständig für:

  • Planung

  • Selbststeuerung

  • Zielorientiertes Verhalten

  • Impulskontrolle

Unter Stress, Schlafmangel oder Energiedefizit tritt er in den Hintergrund – ältere, automatisierte Muster übernehmen.

Die gute Nachricht:
👉 Der Frontallappen ist trainierbar.

Gezielte neurozentrierte Übungen können helfen, ihn wieder aktiver einzubinden – damit du im eigenen Gehirn wieder mehr „Chef“ wirst.


Disziplin ist kein Charaktermerkmal – sondern ein Systemzustand

Wenn Veränderung schwerfällt, liegt das selten an mangelnder Disziplin.
Meist fehlt dem System:

  • Sicherheit

  • Energie

  • Regulation

Wer zuerst für ausreichend Energie sorgt, macht Veränderung überhaupt erst möglich.


Unterstützung auf neurozentrierter Ebene

Wenn du dein Verhalten nicht über Druck, sondern über bessere Voraussetzungen verändern möchtest, können diese Kurse dich gezielt unterstützen:


  • Neurozentrierte Strategien für ein gutes Gewichtsmanagement

  • Vagusnervstimulation – Regulation, Ruhe & Regeneration

  • Besser Schlafen mit neurozentrierten Strategien

  • Atemtraining


Zwischen und begleitend zu den Kursen teile ich regelmäßig Wissen, Impulse und Übungen über:


👉 Instagram: @neuro-entspannt_mit_inka


👉 meinen WhatsApp-Kanal: hier klicken


Veränderung beginnt nicht mit mehr Disziplin –
sondern mit einem Nervensystem, das genug Energie hat, um Neues zuzulassen.





Samstag, 3. Januar 2026

Wo bleibt eigentlich das Fett, wenn man abnimmt – und was hat deine Atmung damit zu tun?

               

                                                                                           Canva

                           

Der Jahresbeginn ist für viele der Moment, an dem sie etwas verändern möchten: mehr Energie, weniger Stress und vielleicht auch ein paar Kilo weniger. Doch kaum jemand stellt sich die entscheidende Frage:

Wo bleibt eigentlich das Fett, wenn man abnimmt?

Es wird nicht „verbrannt“ oder ausgeschwitzt – das meiste verlässt deinen Körper über die Atmung.

Wenn Fett abgebaut wird, entstehen CO₂ und Wasser.
Etwa 84 % des abgebauten Fettes wird ausgeatmet.

Das macht die Atmung zu einem zentralen, aber oft unterschätzten Faktor für Stoffwechsel, Energie und Wohlbefinden.

Warum der Jahresanfang ideal für Atemarbeit ist

Bevor du neue Trainingspläne startest oder Routinen veränderst, lohnt sich ein Blick auf das Fundament: deine Atmung.

Sie beeinflusst:

  • Energie & Konzentration

  • Regenerationsfähigkeit

  • Beweglichkeit & Haltung

  • Stressniveau

  • Schlafqualität

Eine funktionale Atmung macht vieles leichter – in Bewegung, im Alltag und auch beim Abnehmen.


Kostenloses E-Book: „Die Kraft der Atmung“

Wenn du genauer verstehen möchtest:

  • wie Atembewusstsein funktioniert,

  • welche einfachen Tests dir zeigen, wie deine Atmung arbeitet,

  • und wie du mit kleinen Übungen sofort Veränderungen spüren kannst,

dann lade dir hier das E-Book als pdf-Datei herunter.

Es enthält praktische Einblicke in das Atembewusstseins-Training – inklusive eines Check-ins und Check-outs, den du direkt ausprobieren kannst:

E-Book hier downloaden


Du möchtest weitere Informationen, die dich inspirieren und begleiten, damit kleine, nachhaltige Veränderungen in Bewegung, Entspannung und Alltag Schritt für Schritt möglich werden? Mein WhatsApp-Kanal bietet regelmäßig Inhalte, die dich im Alltag unterstützen – von Blog-Highlights der Woche über praktische Mini-Übungen, Wissenshäppchen zu Gesundheit, Schmerzen, Entspannung und Nervensystem bis hin zu aktuellen Kursinformationen und Umfragen. Ergänzt werden diese Beiträge durch Videos, die Übungen und Tipps anschaulich demonstrieren.

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Mittwoch, 15. Oktober 2025

Welt-Menopause-Tag 2025 – Wie neurozentrierte Strategien unterstützen können

 



Am 18. Oktober ist Welt-Menopause-Tag – ein Tag, der darauf aufmerksam machen soll, wie wichtig Unterstützung, Verständnis und Wissen in dieser besonderen Lebensphase sind.

Im Mittelpunkt stehen Gesundheit, Wohlbefinden und die Frage:
Was können wir selbst tun, um Körper und Nervensystem in Balance zu bringen?

Ich möchte diesen Tag nutzen, um auf einen Ansatz aufmerksam zu machen, der oft übersehen wird:
die neurozentrierte Perspektive.


🔥 Hitzewallungen – hier hilft Neuro-Entspannung nicht direkt

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen:
Die typischen Hitzewallungen sind hormonell verursacht.
Das Temperaturzentrum im Gehirn reagiert empfindlicher auf kleinste Schwankungen der Östrogenspiegel – und das führt zu plötzlichen Hitzeattacken.

Hier kann eine neurozentrierte Arbeit nicht direkt eingreifen.
Doch: Stress und emotionale Anspannung verstärken viele Symptome.
Über gezielte Entspannungsreize wie Atemübungen lässt sich das Nervensystem beruhigen – und damit zumindest die Reaktionsstärke der Wallungen etwas abmildern.


🌙 Schlafstörungen – wenn der Körper nicht „runterfährt“

Viele Frauen berichten in dieser Zeit über Ein- oder Durchschlafprobleme.
Hier zeigt sich, wie wirkungsvoll neurozentrierte Strategien sein können.

Schlafprobleme entstehen häufig, wenn das Nervensystem in ständiger Alarmbereitschaft bleibt.
Statt „einfach nur zu entspannen“, kann man gezielt über neuronale Zugänge wirken – etwa:

  • Gleichgewichtsübungen, die den Hirnstamm beruhigen und das Nervensystem regulieren,

  • Neuro-Farbbrillen, die über das visuelle System Signale von Sicherheit senden,

  • oder gezielte Atem- und Körperübungen, die den Parasympathikus aktivieren.

So entsteht nicht nur Ruhe – sondern ein Körperzustand, der Schlaf wieder zulässt.


⚖️ Gewicht und Stoffwechsel – mehr als Hormone

Auch Gewichtsschwankungen gehören für viele Frauen zu den belastendsten Begleiterscheinungen.
Natürlich spielen Hormone und Stoffwechselveränderungen eine Rolle.
Doch es gibt weitere Ebenen, die wir gezielt über das Nervensystem ansprechen können:

  • Der Frontallappen unterstützt bewusstes Essverhalten und Impulskontrolle.

  • Die Insula hilft, Körpersignale wie Hunger und Sättigung besser wahrzunehmen.

  • Der Vagusnerv beeinflusst Verdauung, Entzündungsreaktionen und Stressregulation.

Über neurozentrierte Übungen kann man diese Strukturen aktivieren, um das Körpergefühl zu verbessern, Stress-Essen zu reduzieren und die Stoffwechselbalance zu unterstützen.


💫 Mehr als Entspannung – Regulation

Neuro-Entspannung ist nicht einfach nur „abschalten“.
Sie bedeutet: das Nervensystem regulieren, Reize gezielt nutzen und dadurch Körper und Psyche wieder in Einklang bringen.

In den Wechseljahren geht es genau darum – um Regulation in einer Phase des Umbruchs.
Wer lernt, sein Nervensystem gezielt zu beruhigen und zu aktivieren, kann viele Symptome abfedern und das eigene Wohlbefinden spürbar steigern.


🗓️ Fazit & Einladung

Der Welt-Menopause-Tag erinnert uns daran, dass diese Lebensphase keine Krankheit ist, sondern ein Übergang – körperlich, hormonell und auch neuronell.

Neurozentrierte Strategien können helfen, diesen Übergang stabiler, ruhiger und selbstbestimmter zu gestalten.
Sie bieten Impulse, die Körper und Gehirn neu miteinander verbinden – und das weit über Entspannung hinaus.

👉 In meinem Kurskalender findest du passende Workshops und Kurse, in denen du lernst, dein Nervensystem gezielt zu regulieren – für besseren Schlaf, mehr Energie und innere Ruhe.


Mittwoch, 24. September 2025

Dopamin & Gewichtsmanagement – wie wir unser „Motivationshormon“ klug nutzen können

 


                                                                      erstellt mit KI

Auf Nahrungssuche in der Steinzeit

Stell dir vor, du lebst vor zehntausenden Jahren. Nahrung ist knapp, und jeder Beerenstrauch oder jedes erlegte Tier kann überlebenswichtig sein. Damit wir Menschen uns auf die oft mühsame Suche machen, hat die Natur ein cleveres System eingebaut: Dopamin.
Immer wenn unsere Vorfahren eine Spur gefunden oder Beeren entdeckt haben, wurde Dopamin ausgeschüttet – das berühmte „Motivationshormon“. Es hat sie nicht satt gemacht, aber es hat dafür gesorgt, dass sie dranbleiben und weitersuchen.

Der Unterschied zu heute

Heute müssen wir nicht mehr durch Wälder streifen oder Wildtiere jagen. Der Griff zur Schokolade oder der Gang zum Bäcker ist um ein Vielfaches leichter. Trotzdem reagiert unser Gehirn noch wie in der Steinzeit: Es schüttet Dopamin aus, wenn wir etwas sehen, riechen oder erwarten, das uns Energie verspricht.
Das bedeutet: Schon die Vorfreude auf das Croissant beim Vorbeigehen an der Bäckerei löst einen Dopaminschub aus – noch bevor wir überhaupt hineinbeißen.

Dopamin ist kein Glückshormon

Oft wird Dopamin als „Glückshormon“ bezeichnet. Genau genommen stimmt das aber nicht. Dopamin ist ein Antriebs- und Motivationshormon. Es sorgt dafür, dass wir losgehen, etwas erreichen oder konsumieren wollen. Glücksgefühle entstehen höchstens indirekt – durch die Erwartung oder durch das kurzfristige Belohnungserlebnis.


Der steile Anstieg – und der tiefe Fall

Problematisch wird es, wenn Dopamin wie eine Achterbahn verläuft:

  • Schneller, steiler Anstieg: z. B. beim Blick auf eine verführerische Tafel Schokolade.

  • Drastischer Abfall danach: Das Gehirn will sofort wieder Nachschub.

Die Folge: Wir essen nicht nur ein Stück, sondern oft die ganze Tafel – und fühlen uns danach unbefriedigt oder sogar schlecht.


Ziel: Ein gleichmäßiger Verlauf

Für ein stabiles Gewichtsmanagement ist es günstiger, den Dopaminspiegel ausgeglichener zu halten. So vermeiden wir extreme Hochs und Tiefs, die uns in Dauerschleifen aus Verlangen und Frust treiben.


Zwei Strategien im Alltag


1. Vorfreude vermeiden

Wenn die Dopamin-Welle gar nicht erst ins Rollen kommt, ist die Versuchung deutlich geringer. Das gelingt zum Beispiel durch:

  • Nicht hungrig einkaufen gehen

  • Süßigkeiten nicht zuhause lagern oder aus dem Sichtfeld räumen

  • Wege bewusst so wählen, dass man nicht am Lieblingsbäcker vorbeikommt


2. Vorfreude bewusst nutzen

Dopamin lässt sich auch gezielt als Motivations- und Genussverstärker einsetzen. Besonders wirksam ist es, wenn du das Kochen und Essen selbst zelebrierst:

  • Schon beim Kochen: Zutaten riechen, abschmecken und bewusst wahrnehmen – das sorgt für kleine Dopaminausstöße.

  • Lieblingsmusik währenddessen hören – noch ein kleiner Schub.

  • Tisch schön decken: mit dem besten Geschirr, einer Kerze und das Essen mit frischen Kräutern als optisches Highlight toppen.

  • Die ersten zwei Bissen langsam genießen – danach ist die größte Geschmacksexplosion im Gehirn ohnehin vorbei.

  • Auch beim Mealprep: Essen schön anrichten, nicht nur funktional abfüllen.

  • Zusätzliche Dopamin-Kicks ohne Essen: beim Kochen an den nächsten Urlaub denken, vor dem Essen an einem ätherischen Öl riechen oder einen Spaziergang in der Natur machen.



                                             
erstellt mit KI


Fazit

Dopamin ist kein Problem – es ist ein geniales System, das uns Menschen seit der Steinzeit am Leben hält. Entscheidend ist, wie wir mit diesem Antrieb umgehen. Wer versteht, wie Dopamin wirkt, kann seine Signale im Alltag bewusst lenken – und so Motivation, Genuss und ein gesundes Gewichtsmanagement in Einklang bringen.

Samstag, 9. August 2025

Heißhunger – Was dein Gehirn damit zu tun hat (und wie du es trainieren kannst)

 


Bild selbst erstellt

Warum dein Frontallappen manchmal einfach nicht „Stopp“ sagt – und was ein Kartenspiel damit zu tun hat


Kennst du das? Du hast eigentlich gut gegessen, vielleicht sogar gerade eben – und plötzlich schiebt sich ein Gedanke in deinen Kopf: Schokolade. Jetzt. Sofort. Und ehe du dich versiehst, ist die halbe Tafel weg. Willkommen im Club.

Gerade wenn man chronisch krank ist, kommt dieses Thema besonders häufig vor. Warum? Weil das Nervensystem oft dysreguliert ist – also nicht ganz so steuert, wie es soll. Und Heißhunger ist dabei kein Zeichen von Willensschwäche, sondern oft ein Signal deines Gehirns, dass es gerade ein bisschen überfordert ist.


Was hat Heißhunger mit dem Gehirn zu tun?

Sehr viel! Vor allem mit einem ganz bestimmten Teil: dem Frontallappen.

Der Frontallappen ist sozusagen der Chef im Kopf. Er hilft dir, Entscheidungen zu treffen, Impulse zu kontrollieren, Prioritäten zu setzen – und eben auch, zu sagen: „Nein danke, ich bin satt.“

Doch wenn dieser Bereich unterfordert, übermüdet oder gestresst ist, dann fällt das schwer. Dann hat nicht der Frontallappen das Sagen – sondern tiefere, ältere Hirnregionen, die auf „Belohnung“ aus sind.

Und Belohnung? Das ist bei Erschöpfung, Schmerzen oder Stress ganz schnell: süß, fettig, schnell verfügbar.


Warum ist das bei chronisch Kranken besonders ausgeprägt?

Wenn du mit chronischer Erkrankung lebst, kämpft dein System oft ohnehin mit Dysbalancen:

  • Dein Nervensystem ist schneller überreizt

  • Deine Energiespeicher sind häufig leer

  • Emotionale Belastung oder Schlafmangel sind an der Tagesordnung

All das schwächt die Selbstregulation – und damit den Frontallappen. Heißt: Selbst wenn du weißt, dass du eigentlich keinen Hunger hast, fällt es dir schwer, dich zu bremsen. Nicht aus Schwäche – sondern weil dein „innerer Bremser“ nicht genug Saft hat.


Was hilft? Den Frontallappen aktivieren!

Die gute Nachricht: Du kannst deinen Frontallappen gezielt trainieren – und zwar auf eine ganz spielerische Weise.

Ein einfacher und gleichzeitig effektiver Tipp: Das Kartenspiel „Fruit Punch“.

🍌🥝🍓 Was ist Fruit Punch?

Fruit Punch ist ein Reaktionsspiel mit bunten Früchten – und das Ziel ist, schnell zu reagieren, aber nur, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Klingt simpel, bringt aber genau das in Schwung, was bei Heißhunger oft zu träge ist: Deinen Frontallappen.

Denn du musst:

  • genau hinschauen

  • Entscheidungen treffen

  • impulsive Reaktionen kontrollieren

  • fokussiert bleiben

Genau das trainiert die exekutiven Funktionen – also die Fähigkeiten deines Gehirns, die für Selbstkontrolle und Reizfilterung zuständig sind.

Und das Beste: Es macht Spaß. Du kannst es mit anderen spielen oder auch solo üben. Und nach ein paar Minuten merkt dein Gehirn: Ah, ich bin wieder Chef im Ring!


Weitere Frontallappen-Hacks bei Heißhunger:

  • 🧠 Gehirn fordern statt füttern: Bevor du zur Schokolade greifst, mach 2 Minuten eine kognitive Übung – Sudoku, Memory, ein Denkspiel.

  • 🧘‍♀️ Kurz entspannen: Heißhunger kommt oft, wenn das System überhitzt ist. Atemübungen oder kaltes Wasser über die Hände helfen, den „Feueralarm“ zu stoppen.

  • 🎧 Sensorische Reize umlenken: Düfte (z. B. Zitrone, Minze), Musik oder Bewegung können helfen, den Impuls zu unterbrechen.


Fazit: Du bist nicht „willensschwach“ – dein Gehirn ist einfach müde

Heißhunger hat oft mehr mit neuronaler Erschöpfung als mit echtem Hunger zu tun. Und besonders chronisch kranke Menschen kennen das: Wenn der Körper kämpft, will das Gehirn schnelle Belohnung.

Aber mit ein bisschen Wissen – und ein bisschen Spiel – kannst du deinen Frontallappen wieder aktivieren.
Probier’s aus: Fruit Punch ist mehr als ein Spiel. Es ist Gehirntraining mit Humor.

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Termine findest du im Kurskalender.


Donnerstag, 26. Juni 2025

Stress und Gewicht - wie unser Gehirn (mit) entscheidet!


Bild erstellt mit KI

Wenn Stress krank macht – und das Gewicht aus dem Gleichgewicht gerät

Chronische Erkrankungen bringen oft eine Vielzahl an Herausforderungen mit sich – körperlich wie emotional. Viele Betroffene stellen fest, dass sich ihr Körper verändert: Das Gewicht steigt, obwohl sie sich nicht übermäßig ernähren. Die Energie fehlt. Und trotz aller Bemühungen scheint der Körper einfach nicht „mitzuspielen“.

Was viele nicht wissen: Unser Gehirn hat bei all dem ein entscheidendes Wörtchen mitzureden. Die sogenannte Selfish-Brain-Theorie zeigt, dass das Gehirn in Stressphasen gezielt Energie für sich beansprucht – oft auf Kosten des restlichen Körpers. Gerade bei chronischen Erkrankungen, bei denen das Stresssystem häufig dauerhaft aktiviert ist, kann das zu Heißhunger, Energielosigkeit und Gewichtszunahme führen – selbst ohne offensichtliche Ursache.

Doch es gibt Wege, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Denn wer versteht, wie das Gehirn und das Nervensystem bei chronischer Belastung arbeiten, kann gezielt ansetzen – mit wirksamen, oft überraschend einfachen Mitteln.

Die Selfish-Brain-Theorie – wenn das Gehirn sich zuerst bedient

Die Selfish-Brain-Theorie, entwickelt von Prof. Dr. Achim Peters, beschreibt ein faszinierendes Prinzip: Das Gehirn ist ein energiehungriges Organ – und es setzt in Stresssituationen seine eigenen Bedürfnisse an erste Stelle. Es verlangt ständig Glukose (also Zucker) als Brennstoff. Unter normalen Bedingungen reguliert das Gehirn diesen Energiebedarf selbst, indem es fein abgestimmt auf das Körpersystem zugreift.

Doch unter anhaltendem Stress – wie er bei chronischen Erkrankungen häufig besteht – funktioniert diese Selbstregulation nicht mehr optimal. Das Gehirn sendet dann verstärkt Signale aus, um Energie zu bekommen. Die Folge: Der Körper reagiert mit verstärktem Essverhalten, insbesondere mit einem Verlangen nach süßen oder fettigen Lebensmitteln. Dabei wird jedoch nicht nur das Gehirn versorgt – sondern auch vermehrt Energie in Form von Fett gespeichert, besonders im Bauchbereich.

Wie der „Brain Pull“ über das Stresssystem arbeitet

Der sogenannte „Brain Pull“ beschreibt den aktiven Energiezug des Gehirns aus dem Körper – und dieser Vorgang wird maßgeblich über das Stresssystem gesteuert. Sobald das Gehirn das Gefühl hat, nicht genügend Energie zu bekommen, aktiviert es über das autonome Nervensystem die HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse). In der Folge werden Stresshormone wie Cortisol ausgeschüttet.

Diese bewirken:

  • Die Freisetzung von Zucker aus Leber und Muskulatur

  • Einen Anstieg des Blutzuckerspiegels

  • Eine Umverteilung von Energie, um das Gehirn vorrangig zu versorgen

Dieser Prozess ist in akuten Stresssituationen überlebenswichtig. Doch bei dauerhaftem Stress, wie ihn viele chronisch erkrankte Menschen erleben, bleibt dieser Mechanismus ständig aktiv. Das Gehirn fordert unablässig Energie, der Körper reagiert mit Essverhalten, Fetteinlagerung und Energielosigkeit. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel träger, weil der Körper sich im „Überlebensmodus“ befindet.

Wie Entspannung und neurozentriertes Training helfen können

Der wichtigste Schritt ist daher, das überaktive Stresssystem zu beruhigen. Und genau hier setzen zwei wirksame Ansätze an: Entspannung und neurozentriertes Training.

Entspannung – dem Körper die Rückkehr in die Balance ermöglichen

Entspannungstechniken wie:

  • Achtsamkeitsübungen

  • Atemtechniken (z. B. verlängertes Ausatmen)

  • Progressive Muskelentspannung

  • sanfte Bewegung

  • guter Schlaf und bewusste Pausen

… helfen, das Nervensystem aus dem Alarmzustand zu holen. Sie fördern die Aktivität des Parasympathikus („Ruhenerv“) und senken den Cortisolspiegel. So kann der Körper lernen, Energie wieder gleichmäßiger zu nutzen, statt sie im Dauerstress zu speichern.

Neurozentriertes Training – das Gehirn gezielt unterstützen

Neurozentriertes Training zielt darauf ab, das Gehirn und das Nervensystem aktiv zu trainieren. Dabei geht es nicht um körperliche Fitness im klassischen Sinne, sondern um die Verbesserung der Verarbeitung von Sinnesreizen, Bewegung und Körperwahrnehmung.

Typische Inhalte sind:

  • Übungen zur Augensteuerung (visuelle Koordination)

  • Gleichgewichtstraining (vestibuläre Reize)

  • Körperwahrnehmung durch gezielte Reize (Propriozeption)

Diese Trainingsformen können bei chronisch Erkrankten helfen, die Stressreaktionen des Körpers zu reduzieren, die Selbstregulation zu stärken und dadurch weniger Energie aus Stress heraus zu verbrauchen – ein zentraler Schlüssel zur langfristigen Gewichtsregulation.

Dein Gehirn ist Teil der Lösung

Wenn du unter einer chronischen Erkrankung leidest, kämpfst du oft nicht nur gegen körperliche Symptome, sondern auch gegen einen Körper, der sich „verselbstständigt“ hat. Doch dieser Zustand ist kein Versagen – sondern oft das Resultat eines überlasteten, gestressten Gehirns, das versucht, zu überleben.

Indem du lernst, dein Nervensystem zu beruhigen, arbeitest du mit deinem Körper – nicht gegen ihn. Entspannung und neurozentrierte Reize können helfen, aus dem Dauerstress auszusteigen, den Energiehaushalt zu stabilisieren und dein Gewicht besser zu regulieren – ganz ohne Druck oder Diät.

Mehr Ruhe für dein Nervensystem – mehr Kraft für dich

Chronisch krank zu sein bedeutet oft, dass man nicht einfach „funktionieren“ kann wie andere. Doch genau deshalb ist es so wichtig, dein Nervensystem bewusst zu entlasten. Denn ein beruhigtes Gehirn kann besser steuern, wie dein Körper mit Energie umgeht – und wie du dich im Alltag fühlst.

➡️ Kleine Schritte wirken: Schon kurze Atemübungen, bewusste Entspannung oder einfache neurozentrierte Übungen können helfen, dein System zu beruhigen – ohne Druck, ohne Überforderung.

➡️ Hol dir Unterstützung:

- Besuche Entspannungskurse wie z. B. den Entspannungs-Mix

- Besuche den Workshop zur Vagusnerv-Aktivierung

- Besuche den Workshop zum Thema "Besser Schlafen"

- oder wähle das Gesamt-Paket: Neurozentrierte Strategien bei Übergewicht

Die Kurstermine findest du im Kurskalender!

Dich interessiert die Selfish-Brain-Theorie? Dann kann ich dir folgende Lektüre empfehlen:

Peters, Achim: Das egoistische Gehirn. Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft. Ullstein 2012

🧠 Dein Gehirn will dir helfen. Unterstütze es – mit Ruhe, gezieltem Training und einem freundlichen Umgang mit dir selbst.



Der Star aller Hirnnerven: der Vagusnerv

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