Posts mit dem Label Fibromyalgie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fibromyalgie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 29. August 2026

Du hast Schmerzen, aber die Untersuchungen zeigen nichts?

 


Canva


Du hast Schmerzen, aber die Untersuchungen zeigen nichts? 

Das bedeutet nicht, dass deine Schmerzen nicht real sind

Du hast Schmerzen. Vielleicht schon seit Wochen, Monaten oder sogar Jahren.

Du warst beim Arzt. Vielleicht wurde geröntgt, ein MRT gemacht, Blut untersucht oder verschiedene andere Untersuchungen durchgeführt. Und dann kommt dieser Satz:

„Man sieht nichts Auffälliges.“

Oder:

„Ihre Befunde sind unauffällig.“

Vielleicht hast du danach sogar gedacht:
Dann kann es ja eigentlich gar nicht so schlimm sein.

Doch genau hier liegt ein häufiges Missverständnis.


Ein unauffälliger Befund bedeutet nicht, dass du keine Schmerzen hast.

Und es bedeutet auch nicht automatisch, dass „alles in Ordnung“ ist.

Schmerzen sind nicht dasselbe wie ein sichtbarer Schaden

Schmerz entsteht nicht einfach dadurch, dass irgendwo im Körper ein beschädigtes Gewebe liegt.

Schmerz ist eine komplexe Schutzreaktion deines Nervensystems. Dein Gehirn verarbeitet dabei viele verschiedene Informationen: Signale aus dem Körper, Erfahrungen, Bewegungen, Aufmerksamkeit, Stress, Schlaf, Sicherheit und vieles mehr.

Das bedeutet:

Du kannst Schmerzen haben, obwohl eine Untersuchung keinen eindeutigen strukturellen Schaden zeigt.

Und umgekehrt können Menschen Veränderungen auf einem MRT haben, ohne überhaupt Schmerzen zu verspüren.

Das sieht man beispielsweise häufig an der Wirbelsäule. Bandscheibenveränderungen oder andere Verschleißzeichen können vorhanden sein, ohne dass die betreffende Person Beschwerden hat.

Der sichtbare Befund und das Schmerzempfinden sind deshalb nicht immer deckungsgleich.


Warum findet man manchmal keine eindeutige Ursache?

Eine Untersuchung wie ein Röntgenbild oder MRT zeigt vor allem bestimmte strukturelle Veränderungen.

Schmerz ist aber nicht ausschließlich eine strukturelle Angelegenheit.

Dein Nervensystem bewertet ständig:

„Ist das gerade gefährlich für mich?“

Dabei werden Informationen aus unterschiedlichen Bereichen miteinander verarbeitet.

Zum Beispiel:

  • Wie stark ist ein Reiz?

  • Was hast du mit diesem Reiz bisher erlebt?

  • Wie empfindlich ist dein Nervensystem gerade?

  • Wie viel Stress hast du?

  • Wie hast du geschlafen?

  • Bewegst du dich gerade vorsichtig oder frei?

  • Erwartest du Schmerzen?

  • Fühlst du dich sicher oder bedroht?

Das bedeutet nicht, dass du dir Schmerzen „einbildest“.

Es bedeutet vielmehr, dass dein Gehirn und dein Nervensystem aktiv an der Entstehung und Verarbeitung von Schmerz beteiligt sind.


Dein Nervensystem kann empfindlicher werden

Stell dir einen Rauchmelder vor.

Normalerweise schlägt er nur Alarm, wenn tatsächlich viel Rauch vorhanden ist.

Wenn das System jedoch besonders empfindlich eingestellt ist, kann der Alarm bereits bei einem kleinen Reiz ausgelöst werden.

Ähnlich kann sich auch das Schmerzsystem verändern.

Nach einer Verletzung oder Erkrankung kann das Nervensystem zunächst besonders aufmerksam sein. Bei manchen Menschen bleibt diese erhöhte Empfindlichkeit bestehen, obwohl die ursprüngliche Verletzung längst verheilt ist.

Dann können Bewegungen, Berührungen oder Belastungen schmerzhaft werden, die früher problemlos möglich waren.

Das bedeutet nicht, dass der Schmerz „falsch“ ist.

Der Alarm ist real – auch wenn die ursprüngliche Gefahr nicht mehr vorhanden oder nicht eindeutig sichtbar ist.


„Aber ich spüre doch ganz deutlich, wo es weh tut!“

Natürlich.

Schmerzen können sehr genau lokalisiert sein.

Du kannst beispielsweise sagen:

  • „Meine Schulter tut weh.“

  • „Ich habe Schmerzen im unteren Rücken.“

  • „Mein Knie schmerzt beim Treppensteigen.“

  • „Mein Nacken fühlt sich ständig verspannt an.“

Das Schmerzempfinden findet tatsächlich statt.

Aber die Stelle, an der du den Schmerz spürst, muss nicht zwingend die Stelle sein, an der der entscheidende Auslöser liegt.

Das ist einer der Gründe, warum es bei chronischen Beschwerden manchmal sinnvoll sein kann, nicht ausschließlich dort zu arbeiten, wo es weh tut.


Warum der Schmerz nicht immer dort „behandelt“ werden muss, wo er sitzt

Unser Nervensystem arbeitet nicht nach dem Prinzip:

Schulter schmerzt → Problem muss in der Schulter liegen.

Bewegung, Wahrnehmung, Gleichgewicht, Augen, Atmung und andere sensorische Informationen stehen miteinander in Verbindung.

Deshalb kann es interessant sein zu beobachten, ob sich ein Schmerz verändert, wenn du beispielsweise:

  • deine Atmung veränderst,

  • deine Blickrichtung veränderst,

  • eine andere Bewegung ausprobierst,

  • Gleichgewichtsreize setzt,

  • eine andere Körperregion bewegst,

  • oder deinem Nervensystem einen neuen sensorischen Reiz gibst.

Das ist keine Garantie dafür, dass die Schmerzen verschwinden.

Aber es kann wichtige Informationen darüber liefern, wie dein Nervensystem gerade auf bestimmte Reize reagiert.


Was du aus einem unauffälligen Befund mitnehmen kannst

Wenn deine Untersuchungen keinen eindeutigen Grund für deine Schmerzen zeigen, musst du daraus nicht schließen:

„Ich habe nichts.“

Vielleicht ist die bessere Frage:

„Welche Faktoren beeinflussen meinen Schmerz?“

Das eröffnet eine ganz andere Perspektive.

Statt nur nach einem beschädigten Körperteil zu suchen, kannst du gemeinsam mit Fachpersonen untersuchen, wie dein gesamtes Schmerzsystem auf unterschiedliche Reize reagiert.

Dabei können unter anderem Bewegung, Wahrnehmung, Schlaf, Stressregulation, Atmung und das Erleben von Sicherheit eine Rolle spielen.


Wichtig: Schmerzen sind immer ernst zu nehmen

Eine neurozentrierte oder ganzheitliche Betrachtung bedeutet nicht, dass medizinische Untersuchungen überflüssig sind.

Neue, starke oder ungewöhnliche Schmerzen sollten medizinisch abgeklärt werden.

Auch ein zunächst unauffälliger Befund sollte nicht dazu führen, dass Beschwerden einfach abgetan werden.

Besonders wichtig ist eine erneute medizinische Abklärung, wenn sich Beschwerden deutlich verändern, neue Symptome hinzukommen oder Warnzeichen auftreten.

„Auf dem MRT sieht man nichts“ ist deshalb nicht dasselbe wie „Du hast nichts“.

Dein Schmerz ist real – auch wenn man ihn nicht sehen kann

Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft:

Du musst keinen sichtbaren Schaden haben, damit dein Schmerz real ist.

Schmerz ist eine Leistung deines Nervensystems. Und dieses Nervensystem kann lernen, empfindlicher zu reagieren.

Die gute Nachricht:

Wenn das Nervensystem veränderbar ist, bedeutet das auch, dass wir nicht vollkommen machtlos sind.

Wir können beobachten.

Wir können ausprobieren.

Wir können neue Reize setzen.

Und wir können unserem Nervensystem Schritt für Schritt neue Informationen geben.

Nicht jeder Schmerz verschwindet dadurch.

Aber manchmal beginnt eine Veränderung genau dort, wo man aufhört, ausschließlich nach dem „kaputten Körperteil“ zu suchen.


Du möchtest mehr über neurozentrierte Schmerzregulation erfahren?

Dann komm gern in meinen WhatsApp-Kanal „neuro.entspannt“.

Dort teile ich regelmäßig kurze Impulse, Übungen und verständliche Informationen rund um Schmerzen, Nervensystem, Stress, Entspannung, Bewegung und neurozentriertes Training.

Kostenlos und direkt auf dein Smartphone.

👉 Jetzt den WhatsApp-Kanal „neuro.entspannt“ abonnieren.


Du möchtest noch persönlicher mit deinen Beschwerden arbeiten?

Wenn du schon vieles ausprobiert hast und deine Beschwerden trotzdem immer wiederkommen, kann eine individuelle Betrachtung sinnvoll sein.

In meiner 1:1 Online-Begleitung schauen wir gemeinsam darauf, welche Faktoren bei deinen Beschwerden eine Rolle spielen können und welche neurozentrierten Übungen zu dir und deinem Beschwerdebild passen.

Nicht nur: „Wo tut es weh?“

Sondern auch:

„Welche Signale bekommt mein Nervensystem gerade – und wie reagiert es darauf?“




Mittwoch, 17. September 2025

Warum sich Bewegung manchmal wie ein „Überfall“ auf den Körper anfühlt

 


                                                                              Canva


Viele Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Fibromyalgie, hormonellen Störungen oder auch unter Medikamenteneinnahme kennen das Gefühl: Schon ein Spaziergang, etwas leichte Gymnastik oder Treppensteigen können dazu führen, dass der ganze Körper sich anfühlt, als wäre er verprügelt worden. Muskeln schmerzen, Gelenke sind steif, die Erschöpfung ist überwältigend. Doch was steckt dahinter – und wie kann man dem begegnen?

Wer ist betroffen – und warum?

Anders als bei gesunden Sportlern geht es hier nicht um „normalen Muskelkater“. Bei Fibromyalgie etwa verarbeitet das Nervensystem Reize überempfindlich – jeder Impuls wird verstärkt. Hormonstörungen wie z. B. in den Wechseljahren  beeinflussen den Schlaf, die Regeneration und die Schmerzschwelle. Auch Medikamente können Stoffwechselprozesse verändern oder Muskeln schwächen, sodass selbst kleine Belastungen übermäßig anstrengend wirken.

Das Ergebnis: Bewegungen, die eigentlich wohltuend sein sollten, lösen ein massives „Überlastungsgefühl“ aus.

Was passiert aus neurozentrierter Sicht?

Das Nervensystem ist die Schaltzentrale, die jede Bewegung bewertet. Bei chronischen Erkrankungen ist es oft dauerhaft gestresst. Schmerz ist dabei nicht gleichbedeutend mit Schaden – er ist in vielen Fällen ein Schutzsignal.

Das Gehirn entscheidet fortlaufend: „Ist diese Belastung sicher?“ Wenn Unsicherheit besteht, schickt es Warnsignale wie Schmerz, Muskelspannung oder Müdigkeit. Auch Sinnes-Systeme wie Augen, Gleichgewicht und Atmung spielen hinein: Sind sie überfordert, steigt das Stresslevel und der Körper reagiert übertrieben stark.

So entsteht der Eindruck, dass schon kleinste Anstrengungen „zu viel“ waren.

Was kann helfen?

Die gute Nachricht: Es gibt Wege, dem Nervensystem nach Bewegung gezielt Sicherheit zu geben und es zu beruhigen. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um sanfte Signale, die dem Körper vermitteln: „Alles ist in Ordnung.“

Kleine neurozentrierte Übungen nach der Bewegung

Wichtig ist, dass dem Gehirn nach dem Sport über alle Systeme Sicherheit vermittelt wird. Wähle für dich jeweils eine Vagusnerv-Aktivierung, eine Augenübung und eine Gleichgewichtsübung, die du in meinen Kursen postitiv oder neutral getestet hast. Alternativ kannst du die folgenden Übungen durchführen. Mache dann aber unbedingt einen Re-Test. Du solltest keine Übungen machen, die das Unsicherheitsgefühl in deinem Gehirn verstärken!

1. Vagusnerv-Aktivierung: Beruhigende Atmung
Setze dich aufrecht hin, Schultern locker. Atme 4 Sekunden durch die Nase ein, dann 6–8 Sekunden langsam durch den Mund aus – so, als würdest du eine Kerze ganz sanft zum Flackern bringen. Wiederhole 5–10 Atemzüge.
👉 Das verlängerte Ausatmen aktiviert den Parasympathikus, den Ruhemodus.

2. Visuelles System: Sanfte Blickwechsel
Halte den Kopf ruhig und bewege nur die Augen. Schaue 3–5 Mal nach links, dann zurück in die Mitte, danach 3–5 Mal nach rechts. Zum Abschluss sanft blinzeln.
👉 Das entlastet das visuelle System und verbessert die innere Verarbeitung.

3. Gleichgewichts-System: Mini-Balance
Stelle dich auf ein Bein, halte dich bei Bedarf fest. Stehe 10–20 Sekunden, dann wechsle die Seite.
👉 Schon wenige Sekunden fördern das Gleichgewichtssystem und beruhigen das Nervensystem.

4. Schmerzfreie Gelenk-Mobilisation: Gelenkkreise
Bewege eine Schulter oder Hüfte langsam in kleinen Kreisen, immer im schmerzfreien Bereich. 5–10 Wiederholungen genügen.
👉 So bekommt das Gehirn positive Rückmeldungen über sichere Bewegung.

5. Gedanken

Auch deine Gedanken sind ein Informationsgeber für dein Gehirn und spielen bei der Gefahreneinschätzung eine Rolle. Sorge für positive Gedanken während deiner Übungen. Sage innerlich zu dir selbst: "Alle Bewegungen sind gut möglich. Ich bin sicher."

Mini-Routine zum Ausprobieren

  • 1 Minute beruhigende Atmung

  • 30 Sekunden Blickwechsel

  • 1 Minute Balance (rechts/links)

  • 1 Minute Gelenkkreise

In nur 4–5 Minuten kannst du deinem Körper helfen, schneller zu regenerieren und das „verprügelt“-Gefühl zu reduzieren.

Fazit

Wenn du dich nach Bewegung fühlst, als hättest du einen Kampf hinter dir, bedeutet das nicht, dass Bewegung dir schadet. Es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass dein Nervensystem überfordert war. Mit kleinen neurozentrierten Übungen kannst du ihm Sicherheit geben, Schmerzen abmildern und Schritt für Schritt die positiven Effekte von Bewegung wieder spüren.


Du möchtest mehr tun?

Bei Gelenkbeschwerden und auch speziell für Fibromyalgie biete ich eine 1:1-Online-Schmerzbegleitung an. Den Anmeldelink findest du im Kursheft.

Gerne begleite ich dich weiter in meinem kostenlosen Whats-App-Kanal neuro.entspannt. Hier erwarten dich weitere spannende Hintergründe und praktische Übungen.

Mittwoch, 27. August 2025

Fibromyalgie & Gehirntraining? Was neurozentrierte Ansätze wirklich bringen können

 

Bild erstellt mit KI


Wenn du Fibromyalgie hast, kennst du das wahrscheinlich: Schmerzen, Erschöpfung, ein Nervensystem, das manchmal komplett aus dem Takt zu sein scheint. Und dann kommt jemand mit dem Satz: „Vielleicht hilft dir Training für dein Gehirn?“ – Klingt erstmal schräg, oder?

Aber tatsächlich gibt es mittlerweile spannende Ansätze, die genau da ansetzen: beim Nervensystem. Genauer gesagt beim Zusammenspiel von Gehirn, Körper und Wahrnehmung. Stichwort: neurozentriertes Training.


Was bedeutet "neurozentriert"?

Kurz gesagt: Du trainierst nicht (nur) deinen Körper – sondern gezielt dein Nervensystem. Denn: Schmerz, Erschöpfung und Koordinationsprobleme entstehen oft nicht allein in Muskeln oder Gelenken, sondern im Gehirn selbst. Und genau da setzen neurozentrierte Ansätze an.

Ziel ist es, die Kommunikation zwischen deinem Gehirn und deinem Körper zu verbessern. Klingt theoretisch – ist aber praktisch oft überraschend wirksam.


Was bringt das bei Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist ein echtes Chamäleon. Mal zwickt es da, mal brennt es dort– und das Nervensystem läuft auf Dauerstress. Neurozentriertes Training kann hier helfen, diese ständige Alarmbereitschaft zu dämpfen.

Was dabei passiert:

  • Du gibst deinem Gehirn neue, klare sensorische Reize (z. B. über Augen, Gleichgewicht oder Gelenkwahrnehmung).

  • Dadurch kann das Nervensystem besser einschätzen, was gefährlich ist – und was nicht.

  • Weniger Unsicherheit = weniger Alarm = oft weniger Schmerz.


Ein Beispiel: Neuro-Farbbrillen

Ja, du hast richtig gelesen: Farbige Brillen. Klingt verrückt – ist aber tatsächlich ein Tool aus dem neurozentrierten Bereich. Je nach Farbe und Filter können sie Einfluss auf deine visuelle Verarbeitung, dein Gleichgewicht und sogar dein Schmerzempfinden nehmen.

Einige Menschen mit Fibromyalgie berichten, dass sie mit bestimmten Farben weniger überreizt sind, klarer sehen oder sogar weniger Schmerzen spüren.

Wichtig: Nicht jede Farbe wirkt bei jeder Person gleich. Deshalb gilt:


Testen, testen, testen!

Das A und O im neurozentrierten Training: Nicht alles hilft jedem.

Klingt erst mal unpraktisch – ist aber eigentlich genial. Denn: Du musst dich nicht durch endlose Übungen quälen. Stattdessen testest du jede Übung auf ihre Wirkung – und behältst nur das, was dir spürbar guttut.

Das Schöne: Du wirst mit der Zeit dein eigener Experte oder deine eigene Expertin. Du lernst, was deinem Nervensystem wirklich hilft – und kannst dir einen ganz individuellen Werkzeugkoffer zusammenstellen.


Fazit: Kleine Reize, große Wirkung

Fibromyalgie ist komplex. Und genau deshalb lohnt es sich, neue Wege zu gehen – gerade solche, die nicht gleich mit Anstrengung, Schweiß und Schmerz verbunden sind. Neurozentrierte Ansätze sind sanft, individuell und oft überraschend wirksam.

Ob mit einer Farbbrille, einer Augenübung oder einem kleinen Gleichgewichtstest – manchmal reichen schon ein paar Minuten, um deinem Nervensystem ein „Alles gut, keine Gefahr“ zu signalisieren.

Und wenn du zuhause nur noch die Übungen machst, die deinem Körper nachweislich guttun – dann hast du viel gewonnen. Nicht nur Zeit und Energie, sondern vielleicht auch ein bisschen Lebensqualität.


Du möchtest diesen Weg gehen? 

Für Fibromyalgie-Patienten biete ich eine 1:1-Online-Begleitung an. Den Link zur Anmeldung findest du im Kursheft.


Du möchtest weitere Übungen und Hintergrundwissen rund um die Neuro-Entspannung? Dann trete kostenlos meinem WhatsApp-Kanal neuro.entspannt bei. Ich freue mich, dich dort weiter begleiten zu dürfen.


Du kennst eine(n) Betroffene(n) mit Fibromyalgie?

Dann leite diesen Artikel gerne weiter!



Dienstag, 8. April 2025

Ätherische Öle gegen Schmerzen

 

Foto selbst erstellt


In der Aromatherapie wird mit ätherischen Ölen, fetten Pflanzenölen und Pflanzenwässern gearbeitet. Sie dienen der ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge, der Mobilisierung der Selbstheilungskräfte und der Stärkung des Immunsystems. Die Kultur der Düfte existiert wahrscheinlich schon seit über 5000 Jahren!

Die Wirkung ätherischer Öle ist komplex, denn sie wirken sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene. Da sie hochkonzentrierte Pflanzenextrakte sind, ist es wichtig, sich an die Dosierungsempfehlungen zu halten! Bei der Anwendung auf der Haut sollten sie verdünnt werden. Nur Pfefferminz und Lavendel dürfen pur auf die Haut! Der direkte Kontakt mit Augen und Schleimhäuten sollte vermieden werden. 
Bei empfindlicher Haut oder dem Verdacht auf eine Allergie, sollte ein Ellenbeugentest durchgeführt werden. Ätherisches Öl dazu in eine kleine Menge fettes Pflanzenöl mischen (z. B. Mandelöl) und in der Ellenbeuge auftragen. Tritt nach 10-20 Minuten keine Hautreaktion auf, kann das ätherische Öl bedenkenlos verwendet werden. 

Aber nun zu den Empfehlungen bei akuten Schmerzen:

👉 

Grundsätzlich ist bei allen chronischen Erkrankungen Tonka zu empfehlen. 
Tonka macht "glücklich" und hat eine schmerzlindernde Wirkung. Einfach ein 
paar Tropfen auf ein Kosmetikpad o. ä. geben und darin riechen. Alternativ kann
Lavendel verwendet werden, da auch Lavendel eine schmerzlösende Wirkung
zeigt.

👉 

Bei Stresskopfschmerzen kann mit Pfefferminz gearbeitet werden. Hieran kann
man riechen oder man trägt ein wenig auf die Schläfen, den Handpuls und dem
Nacken auf. Aber vorsicht: Pfefferminz darf bei Kindern unter 6 Jahren nicht
verwendet werden!

👉 

Wer Pfefferminz überhaupt nicht mag, kann es bei Stresskopfschmerzen auch
mit Basilikum versuchen.

👉 

Bei hormonell bedingten Kopfschmerzen empfiehlt sich Rosengeranie.

👉 

Grundsätzlich bei allen Kopfschmerzarten ist eine Nackeneinreibung möglich.
Hierzu stellt man eine Mischung aus 1 Tropfen Majoran mit 2 Tropfen    
Basilikum in 1 Esslöffel Mandelöl her.

👉 

Fibromyalgie-Erkrankte können es mit Rose, Melisse oder Cajeput versuchen.

👉 

Bei Athrose bieten sich Lavendel, Rosmarin, Cajeput und Zeder an. 
   

Der Star aller Hirnnerven: der Vagusnerv

                                                                                                Canva Du bist erschöpft, aber kannst nicht a...