Sie hält noch ein paar Sekunden durch. Dann setzt sie den Fuß ab. Erleichterung. Und gleichzeitig dieses leise Scheitern, das nicht laut ist, sondern sich langsam ablegt. Vielleicht bin ich einfach nicht stabil genug. Vielleicht ist mein Körper dafür nicht gemacht.
Warum funktioniert es bei Maria nicht?
Nicht, weil sie zu wenig tut. Nicht, weil sie zu schwer ist. Und auch nicht, weil ihr Körper versagt. Sondern weil er schützt.
Ich arbeite mit einem Hausmodell. Und in diesem Modell beginnt alles im Erdgeschoss. Dort liegen Atmung und Gleichgewicht. Sie gehören zur Überlebensebene des Nervensystems. Hier wird entschieden, ob Sicherheit vorhanden ist, ob Orientierung möglich ist, ob Belastung zugelassen werden kann. Schmerzen, lange Diätgeschichten, der Druck, funktionieren zu müssen, hinterlassen hier Spuren. Der Körper bleibt wachsam. Vorsichtig. Bereit, zu bremsen.
Maria versucht, die erste Etage zu betreten: Stabilität, Haltung, Kontrolle. Doch unten ist es noch unruhig. Die Treppe bleibt gesperrt. Nicht aus Trotz, sondern aus Fürsorge. Stabilität lässt sich nicht erzwingen. Sie entsteht erst dann, wenn der Körper sich sicher genug fühlt, um loszulassen.
Erst wenn die Atmung sich beruhigen darf und Gleichgewicht nicht mehr erkämpft werden muss, verändert sich etwas. Bewegung fühlt sich dann weniger nach Pflicht an. Der Körper beginnt, sich selbst zu tragen. Und erst auf dieser Basis können sich auch Schmerzen verändern und Gewicht regulieren – nicht durch Druck, sondern durch Vertrauen.
Genau hier setzen zwei meiner Kurse an: Das Atemtraining bei Schmerz und Alltagsbelastung unterstützt die Regulation auf der untersten Ebene. Der Kurs Stabilität und Gleichgewicht schafft Orientierung und Vertrauen im eigenen Stand. Beide beginnen im Erdgeschoss. Nicht, um zu korrigieren, sondern um Voraussetzungen zu schaffen.
Vielleicht ist Maria nicht nur eine Geschichte. Vielleicht erkennst du dich in ihr wieder. Dann liegt das Problem nicht bei dir. Vielleicht hast du nur versucht, in einem Haus zu leben, dessen Erdgeschoss noch Aufmerksamkeit braucht.
Wenn du dein Erdgeschoss aufräumen und über die Treppe gehen möchtest, findest du die Termine im Kurskalender.
Und wenn du dir zwischen den Kursen regelmäßige, ruhige Impulse wünschst – ohne Algorithmus, ohne Lautstärke –, dann lade ich dich in meinen WhatsApp-Kanal ein. Dort teile ich Gedanken, kleine Übungen und Perspektiven rund um Schmerz, Bewegung und Regulation, genau dort, wo Veränderung leise beginnt.
Auf Instagram findest du mich ebenfalls, eher als begleitenden Ort.


