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Sonntag, 28. Juni 2026

Wenn wir ehrlich sind, wird in Therapie und Training oft viel zu wenig überprüft

 

Canva



In vielen Behandlungen und Trainings gibt es typische Standardwege:

Schulter schmerzt → bestimmte Griffe oder Übungen.
Nacken ist verspannt → feste Übungsabfolgen.
„verkürzte“ Muskeln → Dehnprogramme.
Kopfschmerzen → bekannte Übungsreihen.

Das wirkt logisch und gut strukturiert.
Und manchmal hilft es auch.

Trotzdem erleben viele Menschen etwas anderes:
Es wird nicht dauerhaft besser.

Oder es verändert sich nur kurz.
Oder es bleibt einfach gleich.


Warum das so unterschiedlich sein kann

Vielleicht kennst du das:

Eine Übung hilft jemand anderem sofort – dir aber nicht.
Oder sie funktioniert an einem Tag gut und am nächsten gar nicht.

Das ist kein Widerspruch, sondern typisch für das Nervensystem.

Denn dein Körper reagiert nicht nur auf die Übung selbst.
Sondern darauf, wie dein Gehirn diese Situation gerade bewertet.

Und diese Bewertung verändert sich ständig.


Dein Nervensystem entscheidet mit

Ob sich etwas gut oder schlecht anfühlt, hängt nicht nur davon ab, was du machst.

Sondern auch davon, wie sicher dein System sich gerade fühlt.

Wenn dein Gehirn „Sicherheit“ erkennt, wird Bewegung eher frei zugelassen.
Wenn es eher auf Schutz eingestellt ist, wird Bewegung oft gebremst.

Das kann sich wie Steifheit, Schmerz oder Unsicherheit anfühlen – ohne dass sich am Gewebe selbst sofort etwas geändert hat.


Warum feste Übungspläne oft nicht bei allen funktionieren

Feste Übungsprogramme geben Orientierung – das ist ihr Vorteil.

Das Problem entsteht dort, wo sie bei allen Menschen gleich wirken sollen.

Denn hinter dem gleichen Symptom können sehr unterschiedliche Dinge stehen:

  • dein Nervensystem ist gerade in Alarmbereitschaft
  • du verarbeitest gerade zu viele Reize gleichzeitig
  • dein Körper schützt dich vor Überlastung
  • dein Bewegungsmuster ist über längere Zeit entstanden

Darum kann eine Übung bei einer Person helfen – und bei einer anderen nicht.


Ein einfaches Prinzip zum Ausprobieren: die Kopfdrehung

Ein gutes Beispiel, um das zu verstehen, ist die Kopfdrehung.

Wenn du den Kopf nach rechts oder links drehst, passiert im Körper viel gleichzeitig:

  • deine Augen liefern neue Informationen
  • dein Gleichgewichtssystem im Innenohr reagiert
  • deine Nackenmuskeln steuern die Bewegung

Dein Gehirn muss all diese Informationen sofort einordnen.

Und es stellt dabei eine einfache Frage:

Ist diese Bewegung gerade sicher oder nicht?


Warum das ein Test ist

Die Kopfdrehung ist deshalb so hilfreich, weil sie dir direkt zeigt, wie dein Nervensystem gerade arbeitet.

Der Vergleich ist entscheidend:

Du drehst einmal den Kopf nach rechts und links – und nimmst wahr, wie es sich anfühlt.
Dann passiert etwas Kleines dazwischen (z. B. eine Übung).
Und danach testest du die gleiche Bewegung noch einmal.


Was sich dabei verändern kann

Oft zeigt sich dann etwas Überraschendes:

  • Der Kopf dreht sich freier als vorher
  • Eine Seite fühlt sich leichter an
  • Oder die Bewegung wird kurzzeitig eingeschränkter

Wichtig ist: Das passiert nicht, weil sich Muskeln „in Sekunden verändern“.

Sondern weil dein Nervensystem die Situation anders bewertet als vorher.


Warum das so wichtig ist

Der große Unterschied zu vielen klassischen Ansätzen ist dieser:

Es wird nicht mehr über lange Zeit etwas gemacht, in der Hoffnung, dass es irgendwann hilft.

Sondern es wird direkt überprüft:

Was verändert sich jetzt sofort?

Dadurch wird das Training viel gezielter.

Denn wenn sich etwas direkt verbessert, zeigt das:

👉 Dein Nervensystem reagiert positiv auf diesen Reiz.

Wenn sich nichts verändert oder es unangenehmer wird, ist auch das eine klare Information.


Vom Abarbeiten zum gezielten Nutzen

Viele Menschen machen über Wochen oder Monate Übungen, ohne wirklich zu merken, dass sich etwas verändert.

Dieser Ansatz dreht das Prinzip um:

Nicht möglichst viel machen.
Sondern nur das wiederholen, was sofort eine positive Veränderung auslöst.

Das spart Zeit, Energie und vor allem Frustration.

Schmerz und Bewegung sind kein reines „Mechanikproblem“.

Dein Nervensystem entscheidet in jedem Moment mit, was möglich ist und was nicht.

Wenn du beginnst, diese Reaktionen direkt zu beobachten, verändert sich der ganze Ansatz:

Weg von langen Übungsprogrammen ohne klare Wirkung
hin zu gezieltem Arbeiten mit dem, was dein Körper sofort zurückmeldet.

Oder einfach gesagt:

Nicht die Übung an sich entscheidet –
sondern das, was dein System direkt danach verändert zeigt.


Abschließender Gedanke

Genau aus diesem Grund ist mir ein Punkt besonders wichtig, den ich auch immer wieder betone:

Mache immer Test und Re-Test.

Übernimm Übungen nicht einfach blind, nur weil sie irgendwo gezeigt werden oder gut erklärt sind.

Dein Körper ist kein Standardmodell – er reagiert individuell und im Moment.

Und genau deshalb macht es so einen großen Unterschied, ob du einfach „nachmachst“ oder ob du kurz überprüfst, was es mit deinem System macht.


Warum ich Übungen nicht einfach öffentlich überall teile

Das ist auch der Grund, warum ich konkrete Übungen nicht unkontrolliert auf Social Media wie Instagram in den Vordergrund stelle.

Dort werden oft Übungen gezeigt, die Menschen einfach nachmachen sollen – ohne Rückmeldung, ohne Einordnung, ohne Test.

Das kann im Einzelfall funktionieren, kann aber genauso gut dazu führen, dass jemand etwas übernimmt, das im eigenen System gerade gar nicht hilfreich ist.


Mein Ansatz im geschützten Raum

In meinem WhatsApp-Channel ist das anders aufgebaut.

Dort geht es nicht um „möglichst viele Übungen“, sondern um:

  • gezielte Auswahl
  • verständliche Einordnung
  • und vor allem: der klare Hinweis auf Test und Re-Test

Damit entsteht kein blindes Abarbeiten, sondern ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper.

Wenn du diesen Ansatz vertiefen möchtest und verstehen willst, wie du Übungen wirklich sinnvoll für dich nutzt, dann begleite ich dich gerne dort weiter.

👉 Im WhatsApp-Channel teile ich regelmäßig konkrete Inhalte – immer mit dem Fokus auf:
erst testen, dann entscheiden, was wirklich hilft.





Sonntag, 25. Januar 2026

Entspannung hilft immer? Warum das ein gefährlicher Mythos ist

 


                                                                            Illustration erstellt mit KI


Entspannung hilft nicht immer – warum Sicherheit zuerst kommen muss

Der Dezember war geprägt von Migräne und fast dauerhaften Kopfschmerzen.
Bis ins neue Jahr hinein fühlte sich mein Nervensystem nicht nur erschöpft an – sondern völlig dysreguliert.

Was dabei passiert ist, kenne ich aus meiner Arbeit nur zu gut – diesmal habe ich es am eigenen Körper erlebt:
Dem Gehirn fehlt die Sicherheit. Und ein unsicheres Gehirn sucht Schutz.

Bei mir zeigte sich das sehr deutlich im oberen und unteren Rücken. Es fühlte sich an, als würde mein Körper diese Bereiche regelrecht abschnüren. Nach dem inneren Motto:
Was sich nur unter Schmerzen bewegt, bleibt wenigstens kontrollierbar – und damit sicher.

Mein PI-Wert war im Keller.
Wer meinen Vagusnerv-Kurs kennt, weiß, was das bedeutet.

Und genau hier liegt ein weit verbreiteter Irrtum.


Entspannung wäre in diesem Zustand der falsche Weg gewesen

In dieser Phase Entspannungsübungen, Dehnung oder „locker lassen“ zu wollen, hätte mein System nicht reguliert, sondern weiter verunsichert.

Ein unsicheres Gehirn kann nicht loslassen.
Es will nicht loslassen.
Loslassen fühlt sich dann nicht wie Erleichterung an – sondern wie Kontrollverlust.

Deshalb arbeite ich aktuell ganz bewusst nicht mit Entspannung, sondern mit minimalen, sehr gezielten Übungen, die meinem Nervensystem vor allem eines geben: Sicherheit.

Und erst jetzt – ganz langsam – beginnt sich etwas zu verändern.
Der Bewegungsumfang wird größer.
Der Körper lässt minimal nach.
Nicht, weil ich ihn dazu zwinge – sondern weil er es wieder darf.

Ich bin auf dem Weg, meinem Körper wieder mehr Entspannung und Vagusnerv-Stimulation zumuten zu dürfen.
Und genau dieses Dürfen ist entscheidend.


Der Mythos: Entspannung hilft immer

Vielleicht kennst du diesen Moment:
Du setzt dich hin, willst zur Ruhe kommen, atmest bewusst ein und aus –
und plötzlich fühlt sich alles schlechter an.

Der Kopf wird benommen.
Der Körper schwer.
Etwas stimmt nicht.

Und dann kommt der Gedanke:
Mit mir stimmt etwas nicht. Entspannung sollte doch helfen.

Aber genau hier liegt der Irrtum.

Unser Körper strebt nicht automatisch nach Entspannung.
Er strebt nach Sicherheit.

Nur wenn das Nervensystem sich sicher fühlt, kann es loslassen.
Fehlt diese Sicherheit, wird Ruhe schnell bedrohlich.
Dann ist Stillwerden kein Ankommen – sondern ein Wegdriften.

Manche Menschen sind nicht „zu angespannt“.
Sie sind innerlich bereits sehr weit unten.

Sie funktionieren.
Sie halten durch.
Aber sie fühlen sich nicht wirklich da.

Und wenn sie dann „noch mehr entspannen“ sollen, sackt das System weiter ab – statt sich zu stabilisieren.

Der Körper meldet sich dann leise:
mit Schwindel,
mit Leere,
mit dem Gefühl, nicht richtig im eigenen Körper zu sein.

Nicht, weil er sich wehrt.
Sondern weil er Schutz sucht.


Was dann wirklich hilft

In solchen Momenten hilft kein weiteres Loslassen.

Was hilft, ist:

  • Orientierung

  • Halt

  • das Gefühl: Ich bin hier. Jetzt. Und ich bin sicher.

Manchmal bedeutet das, sich aufzurichten.
Den Boden unter den Füßen zu spüren.
Den Raum wahrzunehmen.
In Kontakt zu kommen – mit sich selbst und mit der Welt außen.


Erst wenn diese Sicherheit wieder da ist, kann Entspannung entstehen.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, deren Nervensystem ständig unter Strom steht – wachsam, angespannt, auf Empfang.
Für sie kann Entspannung ein Geschenk sein.
Ein erstes Durchatmen.

Aber auch hier gilt: nicht grenzenlos.
Denn selbst Ruhe braucht ein Maß.


Das Nervensystem kennt kein „immer“

Es kennt nur jetzt.

Gesund ist nicht der Zustand permanenter Entspannung.
Gesund ist die Fähigkeit, wechseln zu können:

zwischen Aktivität und Ruhe
zwischen Spannung und Entlastung
zwischen innen und außen

Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis:
Es geht nicht darum, sich immer weiter zu beruhigen.
Sondern darum, dem Körper zuzuhören.

Und manchmal sagt er eben nicht:
„Bitte entspann dich.“

Sondern:
„Bitte halt mich. Gib mir Stabilität. Lass mich wieder ankommen.“


Genau hier setzt mein Vagusnerv-Kurs an

Diese Erfahrung war auch der Anlass, meinen Kurs „Vagusnervstimulation“ noch einmal zu überarbeiten und zu vertiefen.

Nicht mit dem Ziel, dich möglichst schnell zu entspannen –
sondern mit der Frage:

Was braucht dein Nervensystem gerade wirklich?

Im Kurs lernst du:

  • unterschiedliche Zustände deines Nervensystems zu erkennen

  • einzuordnen, wann beruhigende Impulse sinnvoll sind

  • wann Stabilisierung wichtiger ist

  • und wann Aktivierung der bessere Weg sein kann

Nicht nach Schema F.
Sondern angepasst an dich und deinen Körper.

Denn echte Regulation entsteht nicht durch mehr Übungen.
Sondern durch das richtige Maß zur richtigen Zeit.


Kleine Impulse für den Alltag

Manchmal braucht es keine großen Konzepte.
Sondern kleine Erinnerungen.
Sanfte Impulse.
Worte, die einordnen – statt zu überfordern.

In meinem WhatsApp-Kanal teile ich regelmäßig kurze Gedanken, alltagstaugliche Übungen und Hinweise für ein nervensystemfreundliches Leben – ruhig, klar und ohne Druck.

Auf Instagram nehme ich dich mit in die praktische Seite der neurozentrierten Arbeit: kleine Erklärungen, Reflexionen und Impulse, die helfen, das eigene Nervensystem besser zu verstehen.

Wenn du magst, begleite ich dich dort ein Stück auf deinem Weg.

👉 Zum WhatsApp-Kanal (neuro.entspannt)


👉 Zu Instagram (neuro-entspannt_mit_inka)


Dienstag, 28. Oktober 2025

Mein neurozentrierter Weg aus dem Tennisarm

 

Wie ich aktiv selbst etwas für meinen linken Arm tue


Wichtiger Hinweis:
Die folgenden Schritte beschreiben meinen persönlichen Weg in der Selbstbehandlung meines Tennisarms. Sie stellen keine Anleitung oder Empfehlung zum Nachmachen dar. Alle Übungen habe ich individuell auf mich abgestimmt und in meiner eigenen neurozentrierten Arbeit positiv getestet. Bei ähnlichen Beschwerden kann sich eine ganz andere Herangehensweise als sinnvoll erweisen.


Bild 1 – Mit Orthese




Auf dem ersten Bild ist mein linker Arm mit einer Orthese zu sehen. Diese wurde mir vom Orthopäden verschrieben und stabilisiert das Ellenbogengelenk im Alltag.
Während meiner neurozentrierten Übungen nehme ich sie bewusst ab – denn ich möchte, dass mein Nervensystem echte, unverfälschte Rückmeldungen aus dem betroffenen Bereich erhält. Nur so kann mein Gehirn neue, präzise Informationen über die Position, Bewegung und Empfindung des Arms verarbeiten. Eine Orthese würde diese sensorische Rückmeldung dämpfen.


Bild 2 – Atemgürtel zur Vagusnerv-Stimulation





Hier trage ich einen Atemgürtel, der den Vagusnerv über die Bewegung des Zwerchfells sanft stimuliert.

Der Vagusnerv ist ein wichtiger Teil unseres parasympathischen Nervensystems – er wirkt beruhigend, entzündungshemmend und schmerzregulierend. Durch die Kombination mit gezielter Atmung kann ich die Wirkung meiner Übungen deutlich verstärken und mein System in einen regulierteren, ruhigeren Zustand bringen.


Bild 3 & 4 – Der erste Reiz: Riechen






Bevor ich mit den körperlichen Übungen starte, beginne ich mit dem Geruchssinn. Auf den Bildern halte ich die Düfte Zitrone und Tonka unter die Nase – zwei meiner Favoriten.

Der Riechnerv (Hirnnerv I) ist der direkteste Zugang zum Gehirn und steht in enger Verbindung zu den emotionalen und autonomen Zentren.
Indem ich ihn zuerst aktiviere, bereite ich mein Nervensystem auf die nachfolgenden Reize vor. Düfte können über das limbische System unmittelbar Stimmung, Aufmerksamkeit und Entspannung beeinflussen. Tonka wird zudem nachgesagt, chronische Schmerzen positiv zu beeinflussen – bei mir wirkt er angenehm beruhigend.


Bild 5 – Sensorische Stimulation




Im nächsten Schritt arbeite ich mit einem kühlenden Metallstück, mit dem ich meinen Unterarm und den Ellenbogen sanft ausreibe.
Diese sensorische Stimulation verbessert die Wahrnehmung des betroffenen Areals.
In der Neuroarbeit gilt: Sensorik geht vor Motorik – erst wenn das Gehirn klare sensorische Informationen bekommt, kann es Bewegungen sicher und effizient steuern. Das sanfte Kühlen wirkt zusätzlich schmerzlindernd und reduziert Spannungen im Gewebe.


Bild 6 – Spiegelgelenk: das rechte Knie




Statt meinen empfindlichen linken Ellenbogen direkt zu bewegen, mobilisiere ich zunächst das rechte Knie – das sogenannte Spiegelgelenk.
Hintergrund: In der neurozentrierten Arbeit wird das Gehirn über Bewegung benachbarter oder spiegelbildlicher Gelenke angesprochen. Wenn ein Gelenk überempfindlich reagiert, kann das Training des gegenüberliegenden Gelenks helfen, das Gehirn neu zu „kalibrieren“.
Das Knie kreise ich in verschiedenen Positionen, um sichere Bewegungsinformationen ans Nervensystem zu schicken – ohne Schmerzreiz.


Bild 7 & 8 – Hand- und Schultermobilisation







Dann folgen Bewegungen, die mein Gehirn wieder an harmonische Bewegungsmuster erinnern:

Ich zeichne mit dem Handgelenk eine liegende Acht in die Luft und anschließend mit dem ausgestreckten Arm – aus der Schulter heraus – ebenfalls eine.
Diese koordinativen Bewegungen verbessern das Zusammenspiel von Schulter, Arm und Hand und fördern die neuronale Kontrolle entlang der gesamten Bewegungskette.


Bild 9 – Nervendehnung des Speichennervs




Auf diesem Bild bin ich bei der Nervendehnung des Speichennervs (Nervus radialis) in einer für mich angenehmen Entspannungsposition zu sehen.
Das Ziel ist nicht, den Nerv maximal zu dehnen, sondern ihn sanft in seiner Gleitfähigkeit zu unterstützen. Diese Technik kann helfen, Spannungszustände entlang der Nervenbahn zu reduzieren und die Beweglichkeit schmerzfreier zu gestalten.
Entscheidend ist dabei das individuelle Empfinden – für mich fühlt sich diese Position wohltuend und entspannend an.


Bild 10 – Atemübung mit App-Unterstützung




Zum Abschluss unterstütze ich meinen Körper erneut über den Vagusnerv:
Mit der App Breathe lasse ich mich durch eine Atemübung führen – 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden halten, 6 Sekunden ausatmen.
Diese Art der Atmung aktiviert den Parasympathikus, reduziert Stresshormone und wirkt regulierend auf Entzündungsprozesse. Ich mache sie ohnehin fast täglich – hier rundet sie meine neurozentrierte Selbstbehandlung ideal ab.


Fazit

Bis zu meinem nächsten Physiotermin kann ich mit diesen individuell auf mich abgestimmten Übungen aktiv etwas tun – und meinem Nervensystem gezielt helfen, Schmerzen zu reduzieren, Bewegung sicherer zu machen und Heilungsprozesse zu unterstützen.

Der Star aller Hirnnerven: der Vagusnerv

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