Sonntag, 11. Januar 2026

Dysbalance im Nervensystem – wenn der innere Ausgleich verloren geht



                                                                       Canva

Fühlst du dich häufig innerlich unruhig, erschöpft und trotzdem „unter Strom“?

Schläfst schlecht, bist schneller gereizt oder hast das Gefühl, dein Körper kommt nicht mehr richtig zur Ruhe?

Dann lohnt sich ein Blick auf dein Nervensystem – genauer gesagt auf das Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus.


Das vegetative Nervensystem – dein inneres Steuerzentrum

Unser vegetatives (autonomes) Nervensystem arbeitet rund um die Uhr und steuert lebenswichtige Funktionen wie:

  • Atmung

  • Herzfrequenz

  • Verdauung

  • Schlaf

  • Immunabwehr

  • Regeneration


Es besteht aus zwei Gegenspielern:


  • Sympathikus – Aktivierung, Leistung, Stress („Gas geben“)

  • Parasympathikus – Entspannung, Regeneration, Heilung („Bremse lösen“)


Gesundheit entsteht dort, wo beide Systeme flexibel wechseln können. Problematisch wird es, wenn eines dauerhaft dominiert.


Wenn der Sympathikus dauerhaft übernimmt

Bei anhaltendem Stress – mental, emotional oder körperlich – bleibt der Sympathikus häufig chronisch aktiv. Der Körper schüttet vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus.

Kurzfristig sinnvoll – langfristig jedoch belastend.

Mögliche Folgen dieser Dysbalance:


🔹 Schlafprobleme

Stresshormone beeinflussen maßgeblich unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.
Ist das System abends noch „auf Alarm“, fällt das Einschlafen schwer oder der Schlaf bleibt oberflächlich und wenig erholsam.

🔹 Nachlassende Immunfunktion

Ein dauerhaft aktivierter Sympathikus schwächt die Immunabwehr.
Infekte treten häufiger auf, Entzündungen können schlechter reguliert werden.

🔹 Schlechtere Regeneration

Regeneration findet im Parasympathikus statt – insbesondere über den Vagusnerv.
Ist dieser unteraktiv, fühlen wir uns trotz Pausen nicht wirklich erholt.

🔹 Verdauung, Hunger & Durst geraten aus dem Gleichgewicht

Stress hemmt die Verdauung. Typische Anzeichen:

  • Blähungen

  • Völlegefühl

  • unregelmäßiger Hunger

  • fehlendes oder übersteigertes Durstgefühl

Der Körper schaltet auf „Überleben“ statt auf „Verarbeiten“.

🔹 Innere Unruhe

Ein permanentes Gefühl von Getrieben-Sein, Nervosität oder Anspannung ist ein häufiges Zeichen dafür, dass das Nervensystem keinen sicheren Ruhemodus mehr findet.


Wie steht es um dein Nervensystem?

Vielleicht erkennst du dich in einigen Punkten wieder.
Wichtig ist: Das ist kein persönliches Versagen, sondern eine nachvollziehbare Reaktion deines Körpers auf anhaltende Anforderungen.

Die entscheidende Frage lautet nicht:

„Was stimmt nicht mit mir?“

sondern:

„Was braucht mein Nervensystem gerade?“

Bewusstsein ist der erste Schritt. Erst wenn wir wahrnehmen, in welchem Zustand unser Nervensystem ist, können wir gezielt regulieren – über Atmung, Bewegung, Wahrnehmung, Schlafrhythmen und sichere Routinen.


Möchtest du dein Nervensystem besser verstehen und regulieren lernen?


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Dein Nervensystem hört immer zu –
die Frage ist nur, was es von dir bekommt.

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