Der Jahresanfang ist noch jung – und trotzdem haben viele ihre guten Vorsätze bereits wieder aufgegeben.
Mehr Bewegung, gesünder essen, besser schlafen, Gewicht regulieren, weniger Stress.
Oft folgt dann schnell der Gedanke:
„Mir fehlt einfach die Disziplin.“
Doch genau hier lohnt sich ein Perspektivwechsel – aus Sicht des Gehirns.
Willenskraft ist keine unendliche Ressource
Disziplin und Willenskraft werden häufig überschätzt. Neurobiologisch betrachtet sind sie begrenzt verfügbar.
Sie kosten Energie – und zwar viel.
Jede bewusste Entscheidung, jedes „Ich reiß mich jetzt zusammen“ greift auf dieselben Ressourcen zurück, die du auch für:
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Konzentration
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Emotionsregulation
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Impulskontrolle
benötigst. Ist die Energie knapp, bricht zuerst die Disziplin weg – nicht der gute Wille.
Warum dein Gehirn Gewohnheiten liebt
Unser Gehirn ist ein Energiesparorgan. Es liebt:
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Bekanntes
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Wiederholtes
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Vorhersagbares
Gewohnheiten laufen automatisiert ab und benötigen kaum Energie.
Neues Verhalten dagegen kostet:
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Aufmerksamkeit
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Planung
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Kontrolle
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Unsicherheits-Toleranz
Für das Gehirn ist Neues zunächst nicht sicher. Und Unsicherheit bedeutet: höherer Energieverbrauch.
Wenn Energie ohnehin schon Mangelware ist, wird Veränderung zur echten Herausforderung – egal, wie motiviert du bist.
Verhalten ändern gelingt leichter, wenn Energie verfügbar ist
Die entscheidende Frage lautet also nicht:
„Warum halte ich nicht durch?“
sondern:
„Wie gut ist mein Energiesystem gerade versorgt?“
Die wichtigsten Energiegeber deines Nervensystems
🔹 Atmung
Die Atmung beeinflusst unmittelbar:
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Stresslevel
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Sauerstoffversorgung
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Aktivität des Vagusnervs
Eine dysregulierte Atmung bedeutet: weniger Energie, mehr Stress.
🔹 Blutzucker
Starke Schwankungen im Blutzucker wirken sich direkt auf:
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Impulskontrolle
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Entscheidungsfähigkeit
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Essverhalten
Ein instabiler Blutzucker macht Disziplin extrem schwer.
🔹 Schlaf
Im Schlaf regeneriert das Gehirn.
Schlafmangel reduziert:
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Willenskraft
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Emotionsregulation
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Aktivität des Frontallappens
Ohne Schlaf kein stabiles Verhalten.
Der Frontallappen – dein innerer „Chef“
Der Frontallappen ist zuständig für:
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Planung
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Selbststeuerung
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Zielorientiertes Verhalten
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Impulskontrolle
Unter Stress, Schlafmangel oder Energiedefizit tritt er in den Hintergrund – ältere, automatisierte Muster übernehmen.
Die gute Nachricht:
👉 Der Frontallappen ist trainierbar.
Gezielte neurozentrierte Übungen können helfen, ihn wieder aktiver einzubinden – damit du im eigenen Gehirn wieder mehr „Chef“ wirst.
Disziplin ist kein Charaktermerkmal – sondern ein Systemzustand
Wenn Veränderung schwerfällt, liegt das selten an mangelnder Disziplin.
Meist fehlt dem System:
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Sicherheit
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Energie
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Regulation
Wer zuerst für ausreichend Energie sorgt, macht Veränderung überhaupt erst möglich.
Unterstützung auf neurozentrierter Ebene
Wenn du dein Verhalten nicht über Druck, sondern über bessere Voraussetzungen verändern möchtest, können diese Kurse dich gezielt unterstützen:
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Neurozentrierte Strategien für ein gutes Gewichtsmanagement
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Vagusnervstimulation – Regulation, Ruhe & Regeneration
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Besser Schlafen mit neurozentrierten Strategien
Atemtraining
Zwischen und begleitend zu den Kursen teile ich regelmäßig Wissen, Impulse und Übungen über:
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Veränderung beginnt nicht mit mehr Disziplin –
sondern mit einem Nervensystem, das genug Energie hat, um Neues zuzulassen.
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