Samstag, 21. Februar 2026

Testen statt Raten: Warum Lisa trotz Fleiß nicht weiterkam

 

                 Foto erstellt mit KI


Lisa ist 42, arbeitet viel am Schreibtisch und hat seit Monaten Nackenverspannungen. Sie ist diszipliniert: Jeden Abend macht sie ihre Dehnübungen, mobilisiert Schultern und Nacken und nimmt sich fest vor, „dranzubleiben“.

Trotzdem bleibt die erhoffte Verbesserung aus.

Manchmal fühlt es sich nach dem Üben kurz lockerer an. Am nächsten Morgen ist alles wieder wie vorher. Lisa beginnt zu zweifeln: Mache ich etwas falsch? Trainiere ich zu wenig?

Was ihr fehlt, ist nicht mehr Fleiß – sondern eine klare Rückmeldung ihres Nervensystems.


Warum Üben ohne Test oft ins Leere läuft

Viele Menschen trainieren nach dem Prinzip: Übung auswählen, regelmäßig durchführen und hoffen, dass sie wirkt. Im neurozentrierten Training gehen wir anders vor:

Test – Intervention – Re-Test.

Bevor Lisa irgendeine Übung macht, testen wir zuerst, wie sich ihr Körper jetzt gerade verhält. Denn Bewegung entsteht nicht nur in den Muskeln. Ihr Nervensystem entscheidet ständig, wie sicher sich eine Bewegung anfühlt. Wird etwas als unsicher bewertet, drosselt das Gehirn automatisch Leistung – zum Beispiel Beweglichkeit.

Ohne Test weiß Lisa nicht, ob ihre Übungen ihrem Nervensystem helfen oder ob sie einfach nur „beschäftigt“ ist.


Ein einfacher Mini-Test: Kopfrotation

Genau hier beginnen wir mit Lisa – und du kannst es sofort selbst ausprobieren:

Setz dich aufrecht hin und drehe deinen Kopf langsam nach rechts, dann nach links. Nur so weit, wie es angenehm ist.

Achte auf:

  • Wie weit kannst du drehen?

  • Ist eine Seite eingeschränkter?

  • Spürst du Widerstand oder Ziehen?

Lisa merkt sofort: Nach links kommt sie deutlich schlechter als nach rechts. Sie fixiert einen Punkt im Raum, bis zu dem sie drehen kann, und merkt sich dieses Gefühl.

Danach probiert sie eine kurze, gezielte Intervention aus – zum Beispiel ruhige Augenbewegungen oder eine Atemübung. Anschließend macht sie denselben Test noch einmal.

Plötzlich kommt sie ein Stück weiter nach links. Die Bewegung fühlt sich freier an.

Das ist kein Zufall. Ihr Nervensystem bewertet die Situation anders – und erlaubt mehr Bewegung.


Lernen in Echtzeit statt Hoffen auf später

Für Lisa ist das ein Aha-Moment. Zum ersten Mal bekommt sie eine sofortige Rückmeldung. Sie merkt: Manche Übungen verändern direkt etwas, andere nicht.

Das Prinzip Test – Intervention – Re-Test hilft ihr:

  • weniger Zeit mit wirkungslosen Übungen zu verbringen

  • schneller herauszufinden, was ihr wirklich hilft

  • kleine Fortschritte sichtbar zu machen

  • motiviert dranzubleiben

Training wird dadurch präzise und individuell – statt ein starres Abarbeiten von Programmen.


Fazit: Dein Training braucht Rückmeldung

Lisas Problem war nie fehlende Disziplin. Ihr fehlte ein System, das ihr zeigt, was tatsächlich wirkt.

Neurozentriertes Training ersetzt Raten durch Beobachten. Jede Übung wird überprüft. Jede Veränderung zählt. So entsteht ein Training, das sich an deinem Nervensystem orientiert – und nicht an Zufall.

Wenn du mehr alltagstaugliche Tests, Übungen und Impulse rund um neurozentriertes Training möchtest, folge meinem Kanal auf WhatsApp und auf Instagram. Dort teile ich regelmäßig praktische Anregungen, die du direkt umsetzen kannst.



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