Viele Frauen stellen in den Wechseljahren fest, dass sich ihre Schmerzen verändern. Gelenke fühlen sich steifer an, Rückenschmerzen nehmen zu, alte Beschwerden melden sich wieder oder plötzlich schmerzt der ganze Körper.
Zufall? Oder gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und chronischen Schmerzen?
Die Antwort lautet: Ja – es gibt verschiedene Faktoren, die dazu beitragen können.
Hormone beeinflussen weit mehr als den Zyklus
Östrogene wirken nicht nur auf die Fortpflanzungsorgane. Sie beeinflussen unter anderem das Nervensystem, die Schmerzwahrnehmung, den Schlaf, die Muskulatur und das allgemeine Wohlbefinden.
Sinkt der Östrogenspiegel, berichten viele Frauen über:
stärkere Gelenk- und Muskelschmerzen
schlechteren Schlaf
zunehmende Erschöpfung
häufigere Kopfschmerzen
eine geringere Belastbarkeit
eine höhere Schmerzempfindlichkeit
Nicht jede Frau erlebt diese Veränderungen. Wer jedoch bereits unter chronischen Schmerzen leidet, kann die hormonellen Umstellungen besonders deutlich spüren.
Das Nervensystem spielt eine Schlüsselrolle
Schmerzen entstehen nicht ausschließlich im schmerzenden Körperteil. Unser Gehirn bewertet ständig, wie sicher oder belastend eine Situation ist.
Schlechter Schlaf, Hitzewallungen, Stress, hormonelle Veränderungen und anhaltende Erschöpfung können das Nervensystem zusätzlich fordern. Dadurch kann die Schmerzempfindlichkeit steigen.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur einzelne Beschwerden zu betrachten, sondern das Nervensystem als Ganzes.
Warum klassische Ratschläge oft nicht ausreichen
„Entspannen Sie sich mehr.“
„Bewegen Sie sich einfach regelmäßig.“
„Das gehört zum Älterwerden dazu.“
Viele Frauen hören solche Aussagen. Sie können zwar gut gemeint sein, greifen aber häufig zu kurz.
Jedes Nervensystem reagiert unterschiedlich. Deshalb gibt es keine Übung und keine Strategie, die für alle gleichermaßen funktioniert.
Ein neurozentrierter Blick auf die Wechseljahre
Neurozentrierte Strategien setzen dort an, wo Informationen verarbeitet werden: im Nervensystem.
Je nach persönlicher Situation können Übungen aus den Bereichen Sehen, Gleichgewicht, Atmung, Körperwahrnehmung oder Bewegung dazu beitragen, dass sich das Nervensystem sicherer fühlt und Belastungen besser regulieren kann.
Dabei geht es nicht darum, die Wechseljahre "wegzutrainieren". Vielmehr geht es darum, den Körper in dieser besonderen Lebensphase bestmöglich zu unterstützen.
Mein eigener Weg
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd die Wechseljahre sein können – insbesondere, wenn gleichzeitig chronische Beschwerden wie Endometriose oder andere Schmerzen bestehen.
Gerade deshalb ist es mir wichtig, Frauen Wissen und praktische Strategien an die Hand zu geben, die sie direkt in ihren Alltag integrieren können.
Mein Workshop: „Neurozentriert durch die Wechseljahre“
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lade ich dich herzlich zu meinem zweiteiligen Workshop „Neurozentriert durch die Wechseljahre“ ein.
Darin erfährst du unter anderem, welche alltagstauglichen neurozentrierten Übungen sinnvoll sein können.
Alle Termine, Inhalte und den Anmeldelink findest du in meinem aktuellen Kursheft.
Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg durch die Wechseljahre zu begleiten.
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